MdB Stracke drängt auf Einbau von leiserer Deckenschicht auf A96 bei Buchloe

"Hoffnung für Lärmgeplagte"

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Der Fahrbahnbelag auf der A96 in Richtung Lindau zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Jengen/Kaufbeuren soll bereits im nächsten Jahr erneuert werden.

Buchloe – Für die einen eine schnelle und sichere Verkehrsstrecke, für die anderen eine ärgerliche Lärmquelle: die Lärmsituation in Nähe der A96 war nun Thema einer Expertenrunde. MdB Stephan Stracke (CSU) hatte dazu angeregt und forderte erfolgreich den Einbau einer leiseren Deckenschicht.

Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) fand kürzlich ein Gespräch mit Gernot Rodehack, Leiter der Kemptener Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern, zur gegenwärtigen Lärmsituation auf der A96 in den Bereichen Kirchdorf, Türkheim und Buchloe statt. Mit dabei war der Vorsitzende der Kirchdorfer Bürgerinitiative, Hannes Weber, 1. Bürgermeister Klaus Holetschek (Bad Wörishofen), 1. Bürgermeister Josef Schweinberger (Buchloe), 1. Bürgermeister Sebastian Seemüller (Türkheim), 2. Bürgermeister Josef Fischer (Bad Wörishofen) sowie Bernhard Oberstaller und Werner Würstle von der Stadtverwaltung Bad Wörishofen. 

Positives Ergebnis des Gespräches ist laut Stracke, dass im Bereich Buchloe der Fahrbahnbelag auf der A96 in Richtung Lindau zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Jengen/Kaufbeuren bereits im nächsten Jahr erneuert wird. Bislang sei dies komplett offen gewesen. Nun machte Rodehack in dem Gespräch mit dem Abgeordneten eine feste Zusage. „Ich bin froh, dass sich unser gemeinsamer Einsatz gelohnt hat. Auf mein Drängen hin wird nicht nur der Abschnitt von der Anschlussstelle Jengen/Kaufbeuren in Richtung Landkreisgrenze Unterallgäu erneuert, sondern der gesamte Bereich um Buchloe in Richtung Lindau. Das ist ein toller Erfolg für die lärmgeplagten Buchloer“, erklärte Stracke und führte aus: „Zum Einbau kommt durchgängig eine deutlich leisere Deckschicht wie sie bereits auf der A96 bei Gräfelfing am Autobahnende Richtung München Verwendung findet. Dies bedeutet eine hörbare Lärmminderung.“ 

Darüber hinaus sicherten Bad Wörishofen und Türkheim zu, zu prüfen, in wie weit sich durch eine Erhöhung der an der A96 gelegenen Lärmschutzeinrichtungen der Lärmschutz verbessert. Die Autobahndirektion wird dazu ihr technisches und fachliches Know-how zur Verfügung stellen. Der Bund werde bei entsprechenden Maßnahmen der Gemeinden seinen Grund und Boden bereit stellen. Dabei wird auch geprüft, ob eine Photovoltaikanlage als Lärmschutzwall in Fragen kommen könnte. „Damit schaffen wir in der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Bund und Behörde die Grundlagen für eine Entscheidung“, betonte der Bundespolitiker. 

Rodehack erläuterte in dem Gespräch, dass das aktuell erstellte Lärmkataster keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt hat. Sämtliche gültigen Lärmsanierungs-Grenzwerte würden durchweg eingehalten. Um die Lärmbelastung bei bestehenden Autobahnen zu senken, hatte die christlich-liberale Koalition den Lärmgrenzwert bereits verschärft. Sie reduzierte den Grenzwert um drei dB(A) auf 57 dB(A) in der Nacht für reine und allgemeine Wohngebiete. Selbst die noch strengeren Grenzwerte, die bei einem Neu- und Ausbau einer Autobahn gelten, seien an den lärmbetroffenen Gemeinden bei fast allen Wohngebäuden nicht überschritten worden. 

In diesem Zusammenhang sprachen sich die Bürgermeister für eine Resolution an den Verkehrsminister aus, um unter anderem die Möglichkeiten für Geschwindigkeitsbegrenzungen – insbesondere in der Nachtzeit – zu erweitern. von Kreisbote

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