Ein Leben für Kaufbeurens Feuerwehrverein

Hubert Weikmann im Interview: „Ich würde es wieder so machen“

Hubert Weikmann Feuerwehr Kaufbeuren
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Nach 35 Jahren aktiver Feuerwehrzeit ging Hubert Weikmann jetzt in den „Feuerwehrruhestand“.

Kaufbeuren – Nach 35 Jahren aktiver Feuerwehrzeit, 29 Jahren im Vorstand und zwölf Jahren Vereinsvorsitz übergab Hubert Weikmann die Führung des Vereins. Im Gespräch mit dem Kreisbote zieht er eine Bilanz.

Warum sind Sie 1986, also vor 35 Jahren, zum Feuerwehrverein gegangen?

Weikmann: Ich hatte damals Kontakt zur Feuerwehr über meinen Schwiegervater und meine Frau und deren Freundeskreis. Dabei hat sich bei mir das Interesse an der gemeinsamen Aufgabe der Feuerwehren entwickelt. Mein persönlicher Schwerpunkt war schon immer die Vereinsseite.

Wie und wann kam dann der Entschluss weiterzumachen?

Weikmann: Als Bänker ist man schlicht prädestiniert für die Arbeit als Kassier. Und so kam ich in den Vorstand als stellvertretender Kassenwart. Hans Schwangart war damals mein „Ziehvater“ und hat mich sehr gefördert. Später war ich dann Zweiter Vorstand und habe mich eigentlich gegen den Ruf zum Vorsitzenden lange gewehrt.

Was war Ihr Hauptziel, als Sie dann doch Vorsitzender wurden?

Weikmann: Mein Ziel als Vorsitzender war es, eine Stärkung der Mitgliederbasis zu erreichen und einem drohenden Rückgang bei den Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Ich wollte das „Wir“-Gefühl weiter entwickeln. Heute sehe ich keine großen Probleme innerhalb der Feuerwehr. Das Vereinsleben war mir eine Herzensangelegenheit.

Viele Vereine klagen über mangelnden Nachwuchs für den Vorstand. Wie war das in der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren?

Weikmann: Wir haben die Nachfolger über die letzten Jahre aufgebaut für einen gut geplanten Übergang. Mein Nachfolger, Michael Schwangart, ist ein Urgewächs der Kaufbeurer Feuerwehr und stammt aus einer Feuerwehrfamilie.

Sie haben Ihr Amt als Vorsitzender des Feuerwehrvereins abgegeben. Haben Sie schon ihre Telefonnummer aus dem Alarmierungsweg löschen lassen?

Weikmann (lacht): Meinen Funkwecker habe ich noch, werde ihn aber bald abgeben.

Was haben Sie sich für die kommende Zeit vorgenommen?

Weikmann: Persönlich werde ich versuchen, etwas „herunterzukommen“ und die gewonnene Zeit für meine Familie und mich zu nutzen. Auch werde ich weiter im Feuerwehrmuseum mithelfen, aber schön aus der zweiten Reihe heraus. Auch möchte ich die Kontakte zu den befreundeten Feuerwehren weiter pflegen. Die Feuerwehrfreunde aus Obergartzem in der Eifel waren 1991 nach Kaufbeuren gekommen und hatten gleich den Spritzenwettbewerb gewonnen. Die Freunde von der Feuerwehr in Latsch/Südtirol haben wir vor zehn Jahren bei einem Vereinsausflug kennengelernt. Es war quasi „Liebe auf den ersten Blick“.

Wenn Sie könnten, was würden Sie rückblickend anders machen?

Weikmann: Ich würde es wieder so machen. Meine besten Freunde habe ich aus der Feuerwehr gewonnen.

Interview: Wolfgang Krusche

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