Siedlungswerk geht voran

+
Verantwortliche und Gäste des Gablonzer Siedlungswerkes in der Reichenberger Straße beim symbolischen Spatenstich.

Kaufbeuren-Neugablonz – „6.000 Lkw-Ladungen werden insgesamt notwendig werden, um den Aushub der 15.000 Quadratmeter zu bewegen“, sagte Gerhard Stolzenberger, Geschäftsführer des Gablonzer Siedlungswerkes (GSW), über die Größe des Vorhabens in der Reichenberger Straße in Neugablonz.

Stolzenberger hatte Offizielle und am Bau Beteiligte zum symbolischen Spatenstich als Beginn des Bauvorhabens eingeladen, wo über 100 neue Wohnungen entstehen. 

Die meisten alten Gebäude aus den 1960er Jahren sind bereits abgerissen. Die restlichen Abrisse erfolgen im kommenden Monat. Teile der eingerissenen Wände und der Betondecken sind auf große Haufen aufgeschüttet. Wo einst die alten Wohnblocks standen, ragen noch vereinzelt Abflussrohre und Reste von Stromkabeln aus den Baugruben und werden in den nächsten Wochen noch fein säuberlich abgetragen werden. 

Die erste neue Aushebung entsteht bereits am ostwärtigen Ende des Geländes. Die über alle Gebäude reichende Tiefgarage und die insgesamt acht Wohngebäude mit 111 Wohnungen werden nach und nach gebaut. 1.400 Tonnen Stahl sollen dabei verbaut werden. Die Bauleitung inne hat das Architekturbüro „Baulinie“ aus Ravensburg. „Es werden 27 Millionen Euro ausgegeben, keine Mark mehr!“, betonte Stolzenberger schmunzelnd gegenüber den Vertretern des GSW-Aufsichtsrates und bedankte sich für das Vertrauen in dieses Projekt. Es ist das größte Einzelprojekt des GSW. 

Oberbürgermeister Stefan Bosse zollte den Bauherren seinen Respekt: „Mit diesem besonderen Bauvorhaben zeigt das Gablonzer Siedlungswerk in diesen Zeiten Entschlossenheit, voran zu gehen“. Dabei handele es sich um Gebäude mit barrierefreiem Zugang, nicht nur für ältere Menschen, sondern zunehmend auch für junge mit den verschiedensten Krankheitsbildern. Selbstverständlich würde auch das „Energetische Bauen“ nach den aktuellsten Vorgaben berücksichtigt. Von Anfang an sei das Siedlungswerk im engen Dialog mit den Anwohnern gewesen, auch wegen der Parkplatzsituation. Mit 125 Stellplätzen, betonte OB Bosse, „trägt die aufwändige Lösung mit der Tiefgarage zur Lebensqualität in diesem Quartier bei“. Durch die Tiefgarage bleibt das Gelände selbst autofrei. 

Auf Kommando von Gerhard Stolzenberger läuteten anschließend die Gäste, ausgerüstet mit zwölf Spaten, den Baubeginn mit einem Spatenstich symbolisch ein. 

Nach Informationen des Oberbauleiters des GSW, Thomas Bobinger, wurde das Abbruchmaterial und der Aushub der alten Gebäude auf Schadstoffe untersucht und für „gut“ befunden. 

Aufgebrochener Teer von Wegen werde entsorgt, das Ziegelmaterial von Wänden und das Betonmaterial von Decken mit mobilen Brechern zerkleinert und recycelt, zwischengelagert und für den neuen Baubedarf wiederverwendet. „Damit sparen wir uns natürlich eine Menge Lkw-Ladungen an Kies“, so Bobinger. 

Laut Stolzenberger seien nun für die Rohbauten 22 Monate eingeplant, so dass die Fertigstellung der neuen Häuser dann für 2018 erwartet würde.

von Wolfgang Krusche

Auch interessant

Meistgelesen

Verheerender Brand in Wohnhaus 
Verheerender Brand in Wohnhaus 
Eiskunst und Winterzauber
Eiskunst und Winterzauber
Heiter, besinnlich, philosophisch
Heiter, besinnlich, philosophisch
Erster Einsatz: Weihnachtsmarkt
Erster Einsatz: Weihnachtsmarkt

Kommentare