Tüchtige Fachleute fürs Handwerk

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Die Besten der Besten der Handwerksberufe an der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren: Jasmin Klein (Industriekauffrau, vorne v. li.), Jessica Inhofer (Industriekauffrau), Melike Marangoz (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk Schwerpunkt Bäckerei), Lena Golda (Industriekauffrau, 2. Reihe v. li.); Susanne Ratzke (Industriekauffrau); Vanessa Eberle (Malerin und Lackiererin); Sebastian Schmölz (Werkzeugmechaniker), Christian Pawlicki (Fachkraft für Lagerlogistik, 3. Reihe v. li.); Philipp Einsle (Industriemechaniker); Martin Schlayer (Industriemechaniker); Eugen Sommer (Industriemechaniker); Melanie Hofer (Tischlerin); Regina Schleich (Fachkraft für Lagerlogistik). Flankiert werden sie von Winfried Nusser (Vorsitzender des Fördervereins der Berufsschule); Angelika Schorer (Landtagsabgeordnete); Cornelia Nieberle-Schreiegg (Kommissarische Schulleiterin); Christian Vogt (Mitarbeiter der Schulleitung); Gerhard Bucher (Bürgermeister der Stadt Kaufbeuren). Es fehlen: Julia Enzmann (Einzelhandelskauffrau); Lars Foth (Steuerfachangestellter); Philipp Schmid (Fachkraft für Lagerlogistik) und Thomas Sontheimer (Fachkraft für Lagerlogistik).

Kaufbeuren – „Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Es ist oft schwer sich an die Gepflogenheiten einer Ausbildung und den daraus entstehen Pflichten zu gewöhnen. Sie haben es geschafft und übernehmen nun künftig Verantwortung. In Ihrer jetzt erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung liegt der Grundstock Ihrer weiteren beruflichen Zukunft“. Diese mahnenden Worte gab Cornelia Nieberle-Schreiegg, Kommissarische Schulleiterin der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren, bei der Verabschiedung den 208 Schülern aus diversen Handwerksklassen auf den weiteren Lebensweg mit.

Zwischenzeitlich ist es zur Tradition geworden, die jeweiligen Abschlussklassen im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft von Seiten der Schule feierlich zu verabschieden. Und so waren auch diesmal wieder die Jugendlichen zum Großteil mit ihren Ausbildern und Eltern zu dieser Abschlussfeier gekommen und genossen „ihren Tag“. Die Lehrerband „metal & friends“ setzte auch an diesem Nachmittag mit ihrem fetzigen Sound die musikalischen Akzente. 

Nach Dankesworten an die Lehrbetriebe, das gesamte Lehrerkollegium und die Eltern bedankte sich die Schulleiterin auch bei der Stadt. Man sei der Schule stets finanziell zur Seite gestanden, wenn es notwendig war. So habe man es geschafft zwei Asylbewerberklassen zu integrieren, was nicht ganz einfach gewesen sei. Allerdings komme man nicht daran vorbei, im Herbst dieses Jahres auf acht derartige Klassen aufzustocken. Also ein neuerlicher Kraftakt, nahezu „unmögliches“ bis dahin „möglich zu machen“, so die Rektorin. 

Bürgermeister Gerhard Bucher sprach in seinem Grußwort den jungen Gesellinnen und Gesellen Zuversicht und Mut für deren neuen Lebensabschnitt zu und erklärte in diesem Zusammenhang: „Sie haben mit Fleiß und Ehrgeiz Ihren Berufsabschluss geschafft. Entdecken Sie nun all die Möglichkeiten, die Ihnen Ihre Ausbildung bietet. Das Handwerk und der Mittelstand brauchen Sie!“ 

Auch die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und der Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Personal der Handwerkskammer Schwaben, Volker Zimmermann, gratulierten zum erfolgreichen Abschluss und ermutigten die Jugendlichen „mit ihrem Abschluss in der Tasche“ die ungeahnten sich nun bietenden Möglichkeiten zu nutzen. 

„Das Fundament wurde gelegt, machen Sie das Beste daraus“, so Volker Zimmermann. Religionslehrer Josef Haberkorn hatte seine „besinnlichen Gedanken“ unter das Motto „Mache keine Geschichten – sondern lebe Dein Leben“ gestellt. Dabei erzählte er die Lebensgeschichte eines Gauklers und betonte, dass das Leben beileibe keine Gaukelei sei. Vielmehr müsse ein jeder an seinem Leben und an dem, was er gelernt habe, festhalten, um das zu erreichen, wofür er bestimmt wäre. 

Der Vorstandsvorsitzende der Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren Winfried Nusser bedankte sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Fördervereins der Staatlichen Berufsschule Kaufbeuren e.V. für die Unterstützung und die geleisteten Sachspenden für die Ausbildung der Schüler. Gleichzeitig bat er um weitere Unterstützung und neue Mitglieder im Förderverein, um die pädagogische, kulturelle und materielle Arbeit der Schule weiterhin fördern und unterstützen zu können. 

Lehrer und Schüler der Holzabteilung bedankten sich mit einem angefertigten hübschen Brotzeitbrettchen bei den Ehrengästen und beim Obermeister der Schreinerinnung, Reinhold Echtler, für einen von der Innung übergebenen Plotter, der nun Ausdrucke von Plänen bis DIN A 0 ermöglicht. 

Höhepunkt und Abschluss der offiziellen Veranstaltung war die Ehrung der Jahrgangsbesten, wobei insgesamt 17 Jugendliche mit einem Notendurchschnitt von 1,5 und besser eigens geehrt wurden. Zusätzlich mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurden Sebastian Schmölz, Regina Schleich, Melanie Hofer und Julia Enzmann, die mit einem Notendurchschnitt von 1,0 am besten abgeschnitten hatten.

von Klaus-Dieter Körber

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