Abschlussveranstaltung von Jugend ins Ehrenamt 2017 im Landratsamt

5000 ehrenamtliche Stunden

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73 der insgesamt 136 Schüler, die im vergangenen Schuljahr bei "Jugend ins Ehrenamt" mitgemacht hatten, kamen zur Abschlussveranstaltung ins Landratsamt. Sie wurden persönlich für Ihren Einsatz geehrt von Barbara Strobel, Vorsitzende des BRK Ostallgäu, Landrätin Maria Rita Zinnecker (2. vorne links), Stephan Stracke, Mitglied des Bundestages (vorne links), Thomas Hofmann, Geschäftsführer des BRK Ostallgäu (2. vorne rechts) sowie vom stellvertretenden Landrat und Bürgermeister von Obergünzburg, Lars Levringhaus (vorne rechts).

Landkreis – „Lob und Anerkennung im Ehrenamtsbereich können einen wichtigen Ausgleich zur Schule darstellen“, sagte Thomas Hofmann, Geschäftsführer des BRK Kreisverbandes Ostallgäu, in seinem Grußwort bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung von Jugend ins Ehrenamt.

136 Schüler aus dem gesamten Kreisgebiet leisteten im vergangenen Schuljahr zusammen 5000 ehrenamtliche Stunden in verschiedensten Bereichen. Als Anerkennung überreichten Barbara Strobel, Vorsitzende des BRK Ostallgäu, und Landrätin Maria Rita Zinnecker im Rahmen der Feierstunde im Landratsamt jedem Jugendlichen persönlich sein Zertifikat.

Zinnecker dankte den Schülern sowie den über sechzig Einsatzstellen, die bei Jugend ins Ehrenamt mitmachten. Sie verwies auf die Bedeutung des Ehrenamtes im Landkreis Ostallgäu, wo jeder zweite Bürger ehrenamtlich aktiv sei. Sie ermutigte die Jugendlichen, sich weiterhin einzubringen, ganz egal in welchem Bereich, ob sozial, kulturell, in Sportvereinen oder in der Rettung. „Euer Engagement macht sich gut in der Bewerbung.“

Doch was sagen die Schüler selbst über ihre Erfahrungen? Die vierzehnjährige Laura suchte sich das Stadtmuseum Marktoberdorf als Einsatzstelle aus. Sie unterstützte dort die erwachsenen Ehrenamtlichen. Die Planung und Durchführung von Veranstaltungen speziell für Kinder machten ihr besonders viel Spaß. „Ich konnte im Team sogar meine eigenen Ideen einbringen“, erzählte Laura und nahm für sich mit, „ich kann mir selber etwas zutrauen.“ Josefine Berger, Leiterin der beiden Museen in Marktoberdorf, machte zum ersten Mal an der Aktion mit. „Das war ein totaler Zugewinn für uns“, lautete ihr Fazit. Sie möchte auf jeden Fall nächstes Jahr wieder Einsatzstellen für Jugendliche anbieten.

Wie wichtig die Unterstützung und Motivation der Eltern sei, machte Franziska Stoll, selbst im St. Georgshof tätig, deutlich. Sie sei stolz auf ihre Tochter. Ob Mensch ärgere dich nicht oder Mühle, Cindy war weit über die geforderten 30 ehrenamtlichen Stunden hinaus unermüdliche Spielpartnerin für viele Bewohner der Einrichtung für psychisch kranke Menschen.

Ehrenamtlichen Einsatz zeigte aber auch die Percussionklasse der Mittelschule Marktoberdorf mit ihrem Auftritt. Konzentriert gaben die elf Jungs und Mädels unter Leitung von Musiklehrer Stefan Beranek auf ihren Trommeln und Glockenspielen der Abschlussveranstaltung den passenden jugendlichen Groove. Die einheitlich bunten T-Shirts der jungen Drummer waren zudem ein fröhlicher Farbtupfer.

„Ihr seid ein tolles Stück Allgäu“, lobte Stephan Stracke, Mitglied des Bundestages, alle anwesenden Jugendlichen und wies darauf hin, dass es im Ostallgäu viele Möglichkeiten für freiwilliges Engagement auch in Zukunft gäbe. Letzteres hat auch Renate Dantinger vom koordinierenden Freiwilligenzentrum Schwungrad bereits im Blick. Im nächsten Schuljahr startet eine neue Runde von Jugend ins Ehrenamt. „Macht Werbung, tragt die Idee weiter an eure Freunde. Wir freuen uns auf viele alte und neue Freiwillige, die mitmachen.“

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