Actionreiches DC-Superhelden-Abenteuer

Kinokritik: "Justice League"

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„Justice League“: Aquaman (Jason Momoa, v. li.), Wonder Woman (Gal Gadot), The Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher).

Bereits in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ wurden mehrere DC-Superhelden miteinander vereint. Nachdem zuletzt „Wonder Woman“ ihren eigenen Auftritt absolvierte und den Zuschauer in ihre Welt entführte, kehren die Superhelden nun in einem weiteren, gemeinsamen Abenteuer zurück auf die Kinoleinwand. Unter der Regie von Zack Snyder müssen sich die „Justice League” seit dem 16. November einem übermächtigen Gegner zur Wehr setzen.

Inhalt

Nach dem tragischen Tod von Superman (Henry Cavill) in „Batman v Superman: ­Dawn of ­Justice“ ist die Sicherheit der Erde gefährdet. Als der Steppenwolf (Ciarán Hinds) sich auf die Suche nach drei Artefakten macht, mit deren Macht er die Erde unterwerfen will, versucht Bruce Wayne (Ben Affleck) zum Schutz der Menschheit einzutreten. Er bittet Diana Prince (Gal Gadot), alias Wonder Woman, um Hilfe. Mit ihr gemeinsam rekrutiert er Aquaman (Jason Momoa), The Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) als Heldenliga, um das feindliche Metawesen besiegen zu können.

Rezension

Unter der Regie von Zack Snyder, der die Position nach dem Tod seiner Tochter an Joss Whedon übergab, entstand ein episches Abenteuer, welches einen massiven Nachdreh erforderte. Das Resultat ist dennoch sehenswert, da die bekanntesten Helden des DC-Universums miteinander vereint werden. Das Drehbuch, dass Whedon gemeinsam mit Chris Terrio schrieb, rückt die Fähigkeiten der Helden in den Fokus. Während Batman und Wonder Woman durch ihre eigenen Filme bereits auf der Leinwand zu den etablierten Helden gehören, bleiben die übrigen Figuren ziemlich blass beleuchtet. Der Film erfordert bezüglich Aquaman, The Flash und Cyborg Vorkenntnisse des Publikums, was den eingefleischten Fans keine Mühe bereitet, comic­unkundige Zuschauer zeitweise aber vor ein Problem stellen könnte.

Der Look der überwiegend düsteren Bilder ist gewohnt futuristisch und detailverliebt und rückt den Comiccharakter, anders als noch in den Vorfilmen, deutlicher in den Vordergrund. Die CGI-animierten und erweiterten Szenen erwecken teils den Eindruck eines Videospiels, wodurch der Film optisch zweigleisig fährt.

Neben der Optik und der temporeichen Momente setzen die Macher auf den Humor, der vor allem Ezra Miller („Madame Bovary“) als jugendlich-naiver The Flash zu verdanken ist. Trotz seiner Fähigkeiten erweist er sich als Neuling, der mit einem gewissen Hang zur Naivität den Ernst der Lage noch nicht in jeder Szene einzuschätzen weiß, wodurch der Film an Herz gewinnt. Der finstere Gegner bleibt hingegen ein uninteressanter Zeitgenosse, der sich allein durch seine schwingende Axt in Szene zu setzen versucht.

„Justice League“ ist spannend, actionreich und mit zahlreichen Momenten gespickt, die den Grundstein für weitere Filme der Reihe ebenen.

Nachdem Marvel sich in den letzten Jahren auf dem Markt der Superhelden-Abenteuer etablierte, versucht DC es ihnen gleichzutun und wirft gleich eine ganze Reihe von Helden ins Rennen. Fans der Comics werden sich euphorisch in den Kinosaal begeben und sich an den gigantischen Kampfszenen erfreuen. Und dennoch ist die Gefahr eine Übersättigung des Marktes gegeben, wenn man an die bereits angekündigten Filme wie „Aquaman“ (2018) denkt. Nichtsdestotrotz sollte man sich den Film nicht entgehen lassen, wenn man den Anschluss der Filmreihe nicht verpassen mag.

von Sandy Kolbuch


Zum Film:

Originaltitel: Justice League

Land: USA

FSK: 12

Regisseur: Zack Snyder

Darsteller: Ben Affleck, Gal Gadot, Ray Fisher, Ezra Miller, Jason Momoa, Amy Adams, Jeremy Irons, Connie Nielsen u.a


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