Adventshaus erstrahlt

Erst vor kurzem schuf die Lenkungsgruppe „MITTEN in Marktoberdorf“ die Idee, das Clemens-Emmi-Fendt-Haus im Zentrum Marktoberdorfs als riesigen Adventskalender erstrahlen zu lassen.

„Peter Ossenberg, Architekt und Mitglied unserer Lenkungsgruppe machte im Oktober den Vorschlag und wir waren sofort begeistert. Trotz der knappen Zeitschiene wurde der Beschluss für das erstmalige Projekt für Marktoberdorf gefasst“, erklärt Nicole C. Becker, Projektleiterin von MITTEN in Marktoberdorf. Von nun an musste alles schnell gehen. „Ulrike Wieser, die ebenfalls Mitglied des Vereins und gleichzeitig Lehrerin ist, fragte direkt an den Schulen für Unterstützung an und so kam es dazu, dass die Marktoberdorfer Schüler die bunten Fenster für den Advents- kalender gestalteten.“ Weitere tatkräftige Unterstützung erhielt der Verein durch den städtischen Bauhof und aus finanzieller Sicht von der Stadt. So zählen seit dem 1. Dezember die farbenfrohen Fenster an dem riesigen Adventskalender die Tage bis Weihnachten. „Trotz Zeitdruck und nass-kalter Wetterlage konnte das Adventshaus pünktlich fertiggestellt werden. Hier gilt unserer besonderer Dank den Mitarbeitern vom Bauhof“, so Becker. Jeden Morgen wurde ein Fenster um das andere geöffnet und die verschiedenen Motive der zahlreichen Schüler kamen zum Vorschein. Eine Sternennacht, Engel, der Nikolaus und Weihnachtsmann, das Jesus-Kind, ein Schneemann und viele weitere Bilder sind seitdem zu sehen. „Die Fenster sind hinterleuchtet und die Mitarbeiter des Bauhofes entfernen täglich die Balken vor den Türen. Dabei sei auch erwähnt: Das Clemens-Emmi-Fendt-Haus hat gar nicht 24 Fenster. Deshalb fertigte der Bauhof noch einige an und befestigte sie an der Fassade.“ Der neu gewonnene Magnetpunkt der Stadt sollte aber alle Marktoberdorfer Bürger und Bürgerinnen mit einbeziehen. Deshalb konnten „Fensterpaten- schaften“ für 100 Euro je Fens- ter, bzw. 500 Euro für das 24. Türchen erworben werden, um das Projekt finanziell zu unterstützen. „Die Verpflichtung der ersten Paten war auch gar nicht so einfach, doch alle fanden die Idee toll. Und so konnten wir nach und nach den Paten ihre Wunschfenster zuweisen.“ Daraus ergab sich ein gemischter Reigen aus Ärzten, Firmeninhabern, Vereinen, privaten Paten u.v.m. „Ich habe auch schon Patenschaftsanfragen bzw. -zusagen für 2010 erhalten. Somit fühlen wir uns schon fast verpflichtet, die neu geschaffene Attraktion als Tradition fort, bzw. einzuführen,“ so Becker.

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