AELF Kaufbeuren stellt neues Programm "Generation 55plus" vor

Aktiv für einen bewussten Lebensstil

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Zu den Themen Ernährungsbewusstsein, Prävention und regionale Produkte bieten am AELF Behördenleiter Dr. Paul Dosch (v. li.), Sabine Häberlein, Sabine Schäfer und Irmgard Greisel Rat.

Kaufbeuren – Mit den Themen Gesundheit, Fitness und Bezug zu (regionalen) Lebensmitteln sowie der Beratung und Förderung von jungen Eltern, Kindern, Auszubildenden und landwirtschaftlichen Betrieben setzt sich das Kaufbeurer Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) auseinander.

Das vielfältige Angebot aus dem Sachgebiet „Ernährung, Haushaltsleistungen“ und das neue Programm „Generation 55plus – Ernährung und Bewegung“ stellte das ­AELF jüngst vor.

Das AELF in Kaufbeuren sei laut Behördenleiter Dr. Paul Dosch ein Ansprechpartner für Landwirte, Familien, ebenso wie für Schulklassen, Kitas und alle, die Informationen und Einblicke rund um das Themengebiet Ernährungsbewusstsein, Gesundheitsförderung und nachhaltige Ernährung erhalten wollen. Eine neue Zielgruppe soll nun durch das im Oktober gestartete Programm „Generation 55plus“ erschlossen werden, um auf die zukünftigen Aufgaben und Anforderungen vor Ort reagieren zu können und „die Bürger zu erreichen“.

Wie Sabine Schäfer als Ansprechpartnerin für das neue Netzwerk diesbezüglich erläuterte, sei auch das Allgäu vom demographischen Wandel betroffen; die Menschen werden immer älter und es gebe ein sinkendes Pflegepotential. Hier setze das Präventionsprogramm „Generation 55plus“ an, das durch Bewegung und Stärkung der Kompetenzen auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen antworten will. Dies sei vor allem im Sinne der Zielgruppe, denn auf deren Wunsch, selbständig, gesund und geistig fit zu bleiben, gehe das Programm aktiv ein.

Dazu wird es ab Frühjahr 2018 in Kaufbeuren und dem Ostallgäu kostenlose Veranstaltungen wie zum Beispiel Männerkochkurse und Wanderungen geben, die Schäfer zufolge durch ihren Impulscharakter dazu anregen können, eigene Gewohnheiten zu reflektieren. Das neue Netzwerk ist Teil des Konzepts „Ernährung in Bayern“ des Staatsministeriums. Zu den Kursen kann man sich unter www.weiterbildung.bayern.de anmelden.

Sabine Häberlein, die für das Netzwerk Junge Eltern/Familie zuständig ist, stellte die Angebote vor, die sich bei Kindern bis zu drei Jahren beispielsweise mit Ernährung, motorischer Entwicklung, Bewegung und Wahrnehmung befassen. Für die kostenfreien Kurse, die im AELF oder im Familienstützpunkt stattfinden und zu denen Eltern auch ihre Kinder mitbringen können, können sich Interessierte unter www.aelf-kf.bayern.de anmelden.

Eltern mit Kindern von drei bis sechs Jahren stehen in ausgewählten Kitas in Kaufbeuren und im Ostallgäu Ernährungs- und Bewegungsbildungskurse wie gemeinsames Kochen, Sinnesparcour und Wanderungen mit Picknick zur Verfügung. Für die restliche Bevölkerung gibt es Events mit thematischen Jahresschwerpunkten wie zum Beispiel Lebensmittelverschwendung.

Auch der Kontakt des AELF zu landwirtschaftlichen Betrieben komme nicht zu kurz, wie Irmgard Greisel als hauswirtschaftliche Leitung belegte. So können zum Beispiel die Betriebe, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten, jährlich diverse Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen. Solche Angebote dienen der Unterstützung der Betriebe in alldem, „was sie leisten können und sollen“, so Greisel. Dazu gehöre eine Verbesserung der Ausstattung und eine artgerechte Tierhaltung. Urlaub auf dem Bauernhof liege im Trend und stelle ein zweites Standbein für die Betriebe dar. So seien interessierte Betriebe ermutigt, sich in dem Bereich weiterzubilden.

Passend dazu schult das AELF auch Landwirte, die erlebnisorientierte Angebote für Schulklassen auf ihrem Hof durchführen wollen. Daneben gebe es Erstberatungen für eine landwirtschaftliche Ausbildung oder Meisterausbildung. Ein wichtiges Thema sei auch die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, die mit einem Dialog zwischen Erzeuger und Verbraucher und einem gesteigerten Bewusstsein der Bevölkerung für regionale Produkte einhergehe.

So unterstrich Dosch die Bedeutung, schon bei den Kindern einen Bezug zu den Lebensmitteln herzustellen, einen „Blick hinter die Stalltür“ zu werfen, denn ein solches pädagogisches Konzept sei „wichtig für die gesamte Gesellschaft“.

von Mahi Kola

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