Von den Älteren für die Älteren

AKKU steht für aktiv, kulturell und unabhängig. Unter diesem Motto wurde die Begegnungsstätte für ältere Menschen im alten Rathaus der Marktgemeinde Obergünzburg eingeweiht. Bewusst habe man auf den Namen „Seniorentreff“ verzichtet, sagt Arnold Leveringhaus, der Projektleiter. Gemeinsam mit seiner Projektgruppe wollte er einen Ort der Geselligkeit, Unterhaltung und Information schaffen. Einen Ort, an dem man seine Batterien aufladen und an dem man Antworten auf Fragen und Anliegen rund um das Älterwerden bekommt.

Der Anteil der über 65-jährigen in Obergünzburg betrage 20 Prozent, sagt Bürgermeister Lars Leveringhaus, Sohn des Projektleiters. „Die älteste Mitbürgerin ist 102 Jahre alt“, fügt er noch ergänzend hinzu. Schon im Jahre 2002 entschloss man sich daher, mehr für diese Altersgruppe zu tun. Man verabschiedete daraufhin das Grundsatzpapier „Seniorenarbeit“, welches auf vier Säulen steht. Eine davon sei die Einrichtung einer kommunalen Begegnungsstätte für Ältere, die grundsätzlich jedem Bürger offen stehe, so der Bürgermeister. Die von den Kommunen für das AKKU-Treff bereitgestellten Räume sollen selbstverwaltet werden. „Von den Älteren für die Älteren“ soll sich das Ganze zu „einem Selbstläufer entwickeln“, so hofft es der Bürgermeister. Das inhaltliche und räumliche Konzept stammt dabei von Projektleiter Arnold Leveringhaus und seiner Projektgruppe. Ab Oktober sind verschiedene Veranstaltungen geplant, wobei auch immer Anregungen und Wünsche von allen gefragt sind. Es solle ein Miteinander sein, so der Projektleiter. Er bedankte sich bei der Gemeinde für die „vorbildhafte“ Unterstützung und bei der Projektgruppe für die gute Zusammenarbeit. Einige Baumaßnahmen müssten noch gemacht werden, doch würden diese erst im Frühjahr 2010 anstehen. Zudem werde gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten Waltraud Joas noch an der Barrierefreiheit gearbeitet, was laut Bürgermeister Leveringhaus in dem alten Gebäude „nicht so einfach ist“. Das Gemeindearchiv, das über dem AKKU-Treff im ersten Stock entstehen soll, „wird auch ein Teil unseres Seniorenprojekts“, erklärt Lars Leveringhaus. Das Wissen und die Kompetenz der älteren Bürger seien gefragt und Leverinhaus ist sich sicher, dass sich in großem Maße bürgerschaftliches Engagement ergeben werde. Pfarrer Georg Albrecht und Pfarrer Friedrich Martin weihten anschließend den neuen AKKU-Treff ein.

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