Ärger um schmale Einfahrt

Umstritten ist diese verengte Einmündung an der Meichelbeckstraße. Gegner fordern ihren Rückbau. Foto: Kress

Der von Fraktionschef Eduard Gapp im Namen der CSU beantragte Rückbau an der Schießstattstraße erhitzte die Gemüter im jüngsten Marktoberdorfer Bauausschuss. Die zweispurige Einfahrt an der Stelle, an der die Meichelbeckstraße von Süden kommend nach links in die Brückenstraße mündet und nach rechts ins Stadtzentrum führt, war vor gar nicht langer Zeit in eine gemeinsame Spur für Rechts- und Linksabbieger verschmälert worden (wir berichteten). Diese Engstelle bewirke laut Gapp, dass dort die Linksabbieger die Rechtsabbieger blockieren.

Dies würde zu Hauptverkehrszeiten wie beispielsweise in der Früh zu erheblichem Rückstau führen. Der Meinung, dass die Verengung der „größte Blödsinn“ ist und jeder über diese Stelle schimpft, ist auch Peter Fendt (Bayernpartei). Er wäre dafür, die Maßnahme rückgängig zu machen. Und Andreas Wachter (CSU) gibt zu bedenken, dass sich die Autofahrer wegen langer Wartezeiten „Schleichwege“ suchten und zum Beispiel über den Parkplatz am mobilé auf die parallel verlaufende Schützenstraße fahren würden. Dies sei sowohl von ihm als auch von Verkehrsreferent Franz Barnsteiner (Freie Wähler) beobachtet worden. „Da wollen wir wirklich keinen neuen Verkehr“, so Wachter. "Autofahrer erziehen" Von Seiten der Stadtverwaltung wird das Ansinnen eines Rückbaus jedoch stark kritisiert, wollte man doch damit einen ersten Schritt in Richtung einer lebenswerten Innenstadt tun. Ziel ist es, den Verkehr in der Meichelbeckstraße um die Hälfte zu reduzieren, langfristig ist in der Innenstadt sogar eine Verkehrsberuhigung geplant. Wenn nichts verändert würde, würde die Trennung der Innenstadt in Fußgängerzone und westliche Georg-Fischer-Straße auch in Zukunft fortbestehen. Stadtbaumeister Peter Münsch schlägt den Autofahrern, denen es in der Meichelbeckstraße zu lange dauert, die Bahnhofstraße – vorbei am Hallenbad – als Ausweichmöglichkeit vor. Vor allem Bürger, die in Richtung Kempten wollten, sollten diese Fahrtroute wählen. Generell strebe die Stadt eine Verkehrslenkung hin zur Bahnhofstraße an. Dazu sollten die Autofahrer erzogen werden. Das Thema wird erneut in der nächsten Stadtratssitzung behandelt. Im Rahmen der Kanalsanierung in der Schießstattstraße entstehen dort übrigens auch kombinierte Geh- und Radwege und behindertengerechte Übergänge.

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