Ärgernis Erschließungskosten

Buchloer Marienweg trotz Protest der Anwohner asphaltiert

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Der Asphalt ist aufgetragen. Die Anwohner des Marienwegs in Buchloe fragen sich, ob es nicht günstigere Varianten gegeben hätte.

Buchloe – Der Marienweg ist fast fertig asphaltiert. Der Streit darüber, ob diese Maßnahme wirklich sein musste, ist aber noch nicht abgeschlossen. Die wenigen Anwohner des Marienwegs hatten sich lange dagegen gewehrt, dass der gekieste Weg eine Asphaltdecke erhalten sollte. Für sie war das vollkommen ausreichend, denn der Marienweg sei keine Durchgangsstraße und außer den Hausbesitzern und Mietern würden mehr oder weniger nur das Postauto und der Müllwagen durch den Weg fahren. Mehr als 50 Jahre sei man ohne Asphalt ausgekommen, heißt es aus Anwohnerkreisen.

Es kam anders. Die Stadt bestand darauf, den Weg zu asphaltieren, zumal der Verwaltung die Verjährung im Nacken saß (wir berichteten). Da half es auch wenig, dass neun Stadträte damals eine Sondersitzung beantragt hatten, um den Anwohnern zu helfen. Die Rechtslage in den Bebauungsplänen ist nach Aussage von Bürgermeister Josef Schweinberger eindeutig: „Die Stadt muss die Straße ausbauen“. Im Übrigen empfinde es Schweinberger als ungerecht, nicht auszubauen, denn alle anderen Hauseigentümer in den Buchloer Neubaugebieten hätten ihre Erschließungskosten auch bezahlt.

Auch dem Vorwurf der Anwohner, dass beim Ausbau des Marienwegs nicht die günstigste Variante gewählt worden sei, widerspricht der Rathauschef: „Gebaut worden ist die Variante, die damals den Anwohnern auch vorgestellt worden ist“. Diese entspreche auch dem normalen Standard und dem Stand der Technik, sagte Schweinberger. Dazu gehöre auch, dass die Ecken und schmale Flächen am Straßenrand gepflastert würden.

Für die Anwohner bedeutet die Asphaltierung, dass sie nach heutiger Rechtslage rund 275.000 Euro für die Erschließung aufbringen müssen. Im Herbst soll sich aber der Stadtrat vor dem Hintergrund der parlamentarischen Diskussion über die Straßenerschließungskosten (Strebs) erneut mit dem Marienweg und der Weiterberechnung der Erschließungskosten beschäftigen.

von Siegfried Spörer

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