Ärztemangel entgegen wirken

Zahlreiche Ostallgäuer Ärzte trafen sich vergangene Woche zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang im „Medicenter“ in Kaufbeuren. Persön- liche Gespräche in gemüt- licher Atmosphäre standen an diesem Abend im Mittelpunkt. Deshalb nahmen nicht nur Ärzte der unterschied- lichsten Fachrichtungen die Einladung wahr, sondern auch Vertreter der Sparkasse und Gesundheitskassen sowie Oberbürgermeister Stefan Bosse und Kaufbeurens 2. Bürgermeister Gerhard Bucher.

„Wir nutzen diesen Abend gerne zum gemeinsamen Austausch. Es ist wichtig, die Kontakte, auch zur Politik zu pflegen, um eine optimale medizinische Situation für das Ostallgäu zu schaffen“, erklärte Dr. med. Marlene Lessel, 1. Kreisverbandsvorsitzende und Organisatorin des Neujahrsem- pfangs. Als vor vier Jahren das erste Mal dieser Empfang stattfinden sollte, war sich der Vorstand noch unsicher, ob in der damaligen gesundheitspolitischen Situation gefeiert werden durfte. Doch das Zusammentreffen stellte sich als gute Möglichkeit heraus, sich auszutauschen und persönlich kennen zu lernen. Doch auch der aktuell herrschende Ärztemangel war unter den Anwesenden ein Thema: „Derzeit fehlen in Bayern 360 Ärzte. Wir sind aber alle gefordert, uns dieser Situation zu stellen. Wir müssen die Attrak- tivität unseres Berufes und des Landkreises erhöhen und unseren Nachfolgern ein gutes Vorbild sein“, so Lessel. Oberste Priorität sei es dabei immer, den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Ein weiterer wichtiger Grund für die gemeinsame Veranstaltung ist die Kollegialität unter den Ärzten: „Wir müssen die Gräben zwischen den einzelnen Fachrichtungen so niedrig wie möglich halten“. Dr. med. Marlene Lessel, die selbst als Pathologin in Kaufbeuren tätig ist, berichtete außerdem über die bisherigen Erfolge des Kreisverbandes: „Wir haben ein attraktives und lukratives Palliativnetzwerk auf die Beine gestellt. Daneben geben wir präventive Hilfestellungen, z. B. bei Menschen mit Alkoholproblemen. Ganz aktiv sind wir auch an der örtlichen Krankenhaussituation engagiert.“ Von den Ärzten wird einiges abverlangt, „aber wir mischen uns überall mit ein. Mit Fachwissen, Kreativität und Engagement wollen wir Hilfe leisten“, versicherte Lessel. Deshalb bedankte sich die Ärztin bei allen Anwesenden für die gemeinsame Arbeit. Für die musikalische Untermalung beim Neujahrsmepfang sorgte Tiny Schmauch mit Band.

Auch interessant

Meistgelesen

Silikon entzündet sich
Silikon entzündet sich
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Blasmusik mit Hauch von Beachparty
Blasmusik mit Hauch von Beachparty
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare