Wolfgang Rotter: „Wir haben das Bürgerbegehren initiiert und unterstützt“

AfD steckt hinter dem Bürgerbegehren zur Grundstückvergabe für den Moschee-Neubau

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Kaufbeuren – Der Bürgerentscheid am kommenden Sonntag wurde zwar vom Kaufbeurer Bürger Werner Göpel initiiert (wir berichteten), die Strippen im Hintergrund zog aber offenbar die AfD. Das bestätigte der AfD Schatzmeister des Kreisverbandes Ostallgäu/Kaufbeuren Wolfgang Rotter auf Anfrage des Kreisbote.

Wolfgang Rotter

„Wir stehen dahinter und haben den Bürgerentscheid initiiert“, betont Rotter gegenüber unserer Zeitung. Um die 4000 Euro will die Partei dafür bislang ausgegeben haben. Rotter erklärt, dass seine Partei bereits in einem offenen Brief von Dezember 2017 einen Bürgerentscheid in dieser Angelegenheit gefordert hatte. Jedoch wollte damals kein Kaufbeurer AfD-Mitglied seinen Namen für die Sache hergeben, erinnert sich Rotter. Damals habe die AfD noch zu sehr polarisiert, AfD-Mitglieder, die sich öffentlich zu ihrer Partei bekannten, seien oft angefeindet worden. 

Und so sei man dann mit Werner Göpel ins Gespräch gekommen. „Wir haben ihn bei der Formulierung des Antrages unterstützt und ihn mittels Anwälten rechtlich beraten. Die Mitglieder der AfD haben zudem zusammen mit Göpel die Unterschriften gesammelt, auch die Ausgaben fürs Porto haben wir übernommen“, erklärt der Schatzmeister der Kreis-AfD. Dabei galt das Motto: „Bürger sollen mitbestimmen“. Deshalb habe man Göpel „machen lassen“.

Der in der Öffentlichkeit stehende Initiator Werner Göpel beansprucht den Bürgerentscheid für sich selbst: „Ich habe das freiwillig und aus Idealismus gemacht“. Er selbst sei auf die AfD zugegangen, motiviert durch einen offenen Brief, den die Partei in Zusammenhang mit dem Moschee-Neubau verfasst hatte. Umso erfreulicher sei es für den Initiator des Bürgerbegehrens dann gewesen, dass die Partei ihn so „tatkräftig“ unterstützt habe. „Irgendwie unterlag der Bürgerentscheid dem Wunschdenken der AfD, doch getraut haben sie sich nicht“, rekapituliert Göpel, der selbst parteilos ist.

von Kai Lorenz

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