„a‘Gscheids Bio“

Aktienbrauerei Kaufbeuren (ABK) präsentiert erstes Bio-Bier Kaufbeurens

Bernd Trick (li.), technischer Leiter der Aktienbrauerei Kaufbeu­ren, und Geschäftsführer Gottfried Csauth
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Bernd Trick (li.), technischer Leiter der Aktienbrauerei Kaufbeu­ren, und Geschäftsführer Gottfried Csauth präsentieren das neue Kaufbeurer Bio Bier „a‘Gscheids Bio“, das seit Ostern im Handel erhältlich ist.

Kaufbeuren – Wenn sie etwas anpacken, dann machen sie es richtig. Deshalb ist das erste Bio-Bier der Aktienbrauerei Kaufbeuren auch rundherum nachhaltig: Zutaten, Brauverfahren und Verpackung – alles biologisch und aus der Region. Und genau deshalb heißt das neue ABK-Bier auch so: Es ist „a‘Gscheids Bio“ und ist seit Ostern im Handel erhältlich.

Stimmt, es ist ein neuer Markt für die Traditionsbrauerei aus dem Allgäu, aber auch „eine riesige Chance“, wie ABK-Geschäftsführer Gottfried Csauth sagt. Er sieht das Kaufbeurer Bio-Bier langfristig unter den Top fünf Produkten im Sortiment der Brauerei. Das liege zum einen an seiner hervorragenden Qualität, am Geschmack und am ökologischen Konzept, so Csauth. Zum anderen seien Verbraucher bereit, sich den Umweltschutz auch schmecken zu lassen.

Diesen Leitspruch verfolgt die Aktienbrauerei seit Anbeginn – und das ist, nebenbei gesagt, schon seit einer sehr langen Zeit. Die 1307 gegründete Brauerei verwendet traditionell Brauwasser aus eigenen Brunnen und Rohstoffe wie Hopfen und Malz aus bayerischem Anbau. Mit „a‘Gscheids Bio“ setzen die Kaufbeurer noch eins obenauf.

Nicht nur, dass das Bio-Bier so naturbelassen wie möglich hergestellt wird. Seine Markteinführung ist auch Teil eines Förderprojekts, das den Aufbau einer neuen regionalen Bio-Wertschöpfungskette zum Ziel hat. Unterstützt wird die Aktienbrauerei Kaufbeuren dabei ganz erheblich vom Landkreis Ostallgäu, der als staatlich anerkannte Öko-Modellregion das Projekt vom Acker bis ins Glas begleiten wird. In diesem Frühjahr startet gleichzeitig ein gemeinsames Anbauprojekt von Aktienbrauerei, Öko-Modellregion und drei Bio-Bauern aus dem nördlichen Allgäu. Es sind dies der Naturland-Betrieb von Andreas Bersch in Buchloe sowie die Demeter-Landwirtschaften von Martin Tröbensberger (ebenfalls Buchloe) und Josef Weber aus Türkheim. Diese drei Bio-Betriebe aus dem Allgäu bauen eigens für die Aktienbrauerei Bio-Braugerste an, die dann ab Herbst 2021 zum ABK-Bier „a‘Gscheids Bio“ verarbeitet wird. Übergangsweise bezieht die Brauerei die benötigten Rohstoffe bis dahin von anderen bewährten Bio-Getreidehändlern.

Und so schmeckt‘s

„Für unser Bio-Bier verwenden wir ausschließlich ökologisch erzeugte Zutaten und Rohstoffe“, erklärt ABK-Braumeister und Prokurist Bernd Trick. Neben dem Brauwasser aus eigenen Brunnen kommen verschiedene Bio-Hopfensorten aus der Hallertau zum Einsatz, deren Namen allein –„Hallertauer Mandarina Bavaria“ oder „Hallertauer Saphir“ – auf der Zunge zergehen. Im Geschmack werde das neue Bio-Bier den herkömmlichen ABK-Sorten in nichts nachstehen, da ist sich Braumeister Trick sicher. „A‘Gscheids Bio“ ist ein helles Lagerbier, mit hopfenbetonter Note, einem leichten Zitrusaroma und naturtrüb. Denn damit das ABK Bio-Bier so naturbelassen wie möglich hergestellt wird, verzichtet die Brauerei auf eine Filtration. Dadurch erhält das Bier zusätzlich wertvolle Hefe- und Eiweißbestandteile. Für die Vollmundigkeit des klassisch gebrauten Bio-Bieres sorgt ein besonderes Maischverfahren, Dekoktion genannt, bei dem zweimal ein Teil der Maische gekocht und der Restmaische wieder zugemischt wird. Das erhöht zwar den Aufwand im Sudhaus, belohnt aber durch einen unvergleichlich kräftigen Geschmack. Das Gären erfolgt mit bio-tauglichen Brauerei-Hefen, die wie alle Hefen in der Brauerei genetisch nicht verändert sind. Auch die lange, kalte Lagerung des Bio-Bieres ist typisch für den hohen Qualitätsanspruch der Aktienbrauerei Kaufbeuren.

Und weil da, wo bio drauf steht, auch „a‘Gscheids Bio“ drinsteckt, sind selbst die Kartonagen der Verpackung nicht behandelt und mit wasserfreiem Lack versehen. Sie stammen aus Kaufbeuren und Memmingen, die Etiketten werden wiederum in Bad Wörishofen produziert.

„Es gibt in Deutschland wenige Brauereien, die Bio-Bier brauen und überregional vermarkten. Mit a‘Gscheids Bio erschließen auch wir uns zwar einen neuen Markt, setzen aber dabei auf Bewährtes: beste Zutaten, höchste Qualität und einen unverwechselbaren Geschmack“, so Csauth.

Im Rahmen des Bio-Markts am 24. April in Marktoberdorf kann das ABK-Bier „a‘Gscheids Bio“ auch verkostet werden, sollte dies im Rahmen der Corona-Richtlinien möglich sein.

Angelika Hirschberg

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