Koordination der Asylhelfer

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Im Landratsamt wird es künftig eine Anlaufstelle für die Beratung von Asylhelferkreisen geben. Wie hier bei einem Fest im Asylbewerberheim Marktoberdorf leisten die Ehrenamtlichen unschätzbare Hilfe bei der Integration der Flüchtlinge.

Ostallgäu – Der Landkreis wird eine Stelle zur Koordinierung der ehrenamtlichen Asylhelfer einrichten. Das beschloss fast einstimmig der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung. Damit reagiert auch das Ostallgäu auf die immer drängender werdenden Probleme in Sachen Asyl. „Die Ehrenamtlichen vor Ort leisten unschätzbare Hilfe“, eröffnete Landrätin Maria Rita Zinnecker die Debatte.

Ihnen soll nun ein Koordinator landkreisweit unter die Arme greifen. Die Stelle soll zunächst als Halbtagsstelle ausgeschrieben werden. Sollte der Landkreis allerdings innerhalb eines Modellprojekts der Staatsregierung berücksichtigt und gefördert werden, könne sofort auf eine Vollzeitstelle aufgestockt werden, wie Zinnecker betonte. 

Die Mittel für eine halbe Stelle seien im Haushalt für 2015 auch bereits eingestellt, sagte die Landrätin. „Wir könnten also sofort loslegen.“ 

Erstaunlich sei es dagegen, so Zinnecker weiter, dass man in München noch in Modellprojekten denke, wenn draußen die Krise in vollem Gange sei. Das Sozialministerium will pro Regierungsbezirk zwei Kommunen mit einer Fördersumme von rund 35.000 Euro unterstützen. „Die Wahrscheinlichkeit, in ganz Schwaben berücksichtigt zu werden, ist äußerst gering“, sagte auch Ralf Kinkel, Abteilungsleiter Kommunalrecht im Landratsamt.

Mittlerweile beherbergt der Landkreis Ostallgäu rund 800 Flüchtlinge in meist dezentralen Unterkünften. In jeder der bislang 17 Standortgemeinden haben Ehrenamtliche Asylkreise gegründet, die teilweise aus wenigen Einzelpersonen, teilweise aus bis zu 50 Mitgliedern bestehen. Von Seiten der Ehrenamtlichen war immer wieder der Wunsch nach einer übergeordneten Anlaufstelle geäußert worden, wie das Landratsamt und auch Kreisräte berichteten. 

Aufgabenschwerpunkt des Koordinators sollen nun die Beratung von Ehrenamtlichen sein, die Unterstützung bei der Gründung eines Asylhelferkreises, die Organisation eines landkreisweiten Austausches und die Abstimmung zwischen Helferkreis, Asylsozialberatung und Landratsamt.

von Angelika Hirschberg

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