"Aktive Partnerschaft"

Ein traditionsreiches Spektakel bot sich der Kaufbeurer Abordnung auf dem Savaria-Karneval in Szombathely.

Gleich in beiden Partnerstädten von Kaufbeuren herrschte am Wochenende Ausnahmezustand: Hun- derttausende strömten wie alljährlich zum „Buskersfestival“ nach Ferrara (Italien). Und im ungarischen Szombathely bot sich den begeisterten Bürgern ein rauschender „Savaria-Karneval“. Und immer mit dabei: eine Abordnung aus Kaufbeuren, zu der auch Oberbürgermeister Stefan Bosse gehörte.

Öffentlich auf den Straßen von Ferrara musizierten die verschiedensten Musikgruppen und feierten die Menschen in den lauen Sommernächten. Hier wurde Kaufbeuren durch die Gruppe „Südwind“ unter Leitung des bekannten Kauf- beurer Musikers Tini Schmauch vertreten. Im ungarischen Szombathely erlebten ebenfalls über hunderttausend Begeisterte ein rauschendes Stadtfest und Historienspektakel. Im Savaria Karneval taucht diese Partnerstadt tief hinunter in seine Geschichte bis weit vor die Römer. Mit über 100 Bürgerinnen und Bürgern war dieses Mal auch Kaufbeuren mit dabei, galt es doch, an 20 Jahre Städtepartnerschaft zu erinnern. Anam Cara und der Gospelchor St. Martin waren ebenso vor Ort wie die Musikvereinigung „Harmonie“ Oberbeuren und die Reisegruppe des Städtepartnerschaftsvereins. Der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse und sein Amtskollege Dr. Tivadar Puskás würdigten vor zahlreichen Zuhörern auf dem Bierplatz und im Franziskanergarten die zurückliegenden 20 Jahre und ermunterten zu engagiertem Mit- machen in den Beziehungen zwischen beiden Städten. Viele ungarische Freunde waren dabei, als beim Kaufbeurer Bier manches an Erlebtem in vielen Kontakten und Begegnungen Revue passierte. Im sonntäglichen Gottesdienst, den die zahlreich versammelte Martins- gemeinde zusammen mit den Bischöfen Veres und Konkoly feierte, wurde einer der Gründe für diese Partnerschaft deutlich. Man wies auf die gemeinsame Martinstradition hin, in die „nun auch die Heilige Crescentia einbezogen werde“. Oberbeurer Harmonie und Gospelchor gestalteten musikalisch das anschließende Treffen im Klos- terhof, zu dem die Martinsgemeinde eingeladen hatte. Zum Abschied umriss Bürgermeister Puskás gegenüber den Geschäftsführern László Kasztner und Birgit Müller die Bedeutung der Städtepartnerschaft aus seiner Sicht: „Wir haben mit Kaufbeuren die aktivste Partner- schaft“. Und dazu trügen „seit Jahren viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen bei“, meinte ergänzend László Kasztner. Dem ungarischen Verteidigungsminister und dem ebenfalls anwesenden irischen Botschafter in Ungarn überreichte Kasztner eine CD der Tänzelfestknabenkapelle mit den Worten: „So klingt’s bei uns in Kaufbeuren!“

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