Alles zur Bundestagswahl 2017 – Zahlen und Fakten vorab

Am Sonntag wird gewählt

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Am Sonntag wird gewählt. Zwei Stimmen müssen abgegeben werden.

Ostallgäu – Wenn am Sonntag Bundestagswahl ist, sind allein im Bundeswahlkreis Ostallgäu rund eine Viertel Million Menschen wahlberechtigt.

Laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes können im Freistaat Bayern sogar 9,5 Millionen Menschen ab 18 Jahren von der Wahl Gebrauch machen. Damit die Wahl im Bundeswahlkreis Ostallgäu reibungslos abläuft, zeichnet sich Ralf Kinkel verantwortlich. Der Oberregierungsrat und ständiger Vertreter der Landrätin im Amt hat als Kreiswahlleiter dabei vielfältige Aufgaben.

„In der Vorbereitung der Wahl gibt es viele organisatorische Dinge. So musste im Vorfeld ein Kreiswahlausschuss einberufen werden. Wir koordinieren somit zwischen den Gemeinden, der Landeswahlleitung in München und auch der Bundeswahlleitung“, betont Kinkel auf Nachfrage des Kreisbote. Am Wahltag selbst laufen sämtliche Ergebnisse aus den Gemeinden und Stimmbezirken im Landratsamt Ostallgäu ein. Über den ganzen Tag verteilt hat Kinkel in Marktoberdorf ein hochqualifiziertes Team zur Seite.

Mehr Briefwähler

Die Briefwahl nimmt immer mehr zu. Das konnte bereits bei den letzten Wahlen beobachtet werden. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. „Für viele ist es eine bequeme Angelegenheit. In Ruhe kann damit daheim abgewägt werden, wo die beiden Kreuze gesetzt werden sollen“, sagt Kinkel. Alle verschlossenen Stimmzettel, die per Briefwahl verschickt werden und wurden, werden gesammelt und in eine Urne geworfen. Sie werden erst am Wahltag selbst ab 18 Uhr geöffnet. Bis Freitag, 22. September, können noch Wahlunterlagen bei der jeweiligen Gemeinde und der Stadt angefordert werden. Das ist der letzte Stichtag. Allerdings macht Kinkel aufmerksam, dass ein Versenden mit der Post wohl nicht mehr rechtzeitig gewährleistet werden kann. „Dann ist es sicherer, die Briefwahlunterlagen direkt abzugeben oder einzuwerfen.“ Bei Wahlschluss um 18 Uhr wird es keine Hochrechnung geben. Das ist Sache von Umfrageinstituten, verweist der Kreiswahlleiter auf das Internet. „Die Zahlen, die wir bekanntgeben, können online nachgelesen werden.“

Zahlen und Fakten

Rund 247.000 stimmberechtigte Wählerinnen und Wähler gibt es im Wahlkreis Ostallgäu. Er umfasst 80 Gemeinden, darunter 33 im Unterallgäu sowie der gesamte Landkreis Ostallgäu und die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Memmingen. In weiteren Zahlen ausgedrückt: 105.000 im Stimmkreis Ostallgäu und 81.000 in den beteiligten Gemeinden im Landkreis Unterallgäu. 31.000 Personen sind es in Kaufbeuren, dagegen etwa 30.000 in Memmingen. Insgesamt gibt es 423 Wahlbezirke. Sie sind aufgeteilt sind 292 tatsächliche Wahllokale in den Gemeinden und Städten und 131 Briefwahlbezirken.

Der Wahlvorstand

Der Wahlvorstand organisiert und überwacht die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl und erklärt bei Bedarf den Bürgerinnen und Bürgern die Wahlformalitäten. Er zählt nach Schließung des Wahllokals die Stimmen aus und meldet das Ergebnis an die Kommune, die dies an die Kreiswahlleitung weiterleitet. Sie ermittelt aus den Schnellmeldungen das vorläufige Ergebnis für den Wahlkreis und teilt es der Landeswahlleitung mit. Die Landeswahlleitung wiederum meldet die eingehenden Wahlkreisergebnisse sofort und laufend dem Bundeswahlleiter weiter, der daraus das vorläufige Wahlergebnis für ganz Deutschland ermittelt.

Über den Stimmzettel

Wahlberechtigte Personen haben zwei Stimmen: eine Erst- und eine Zweitstimme. Mit der Erststimme wird der Wahlkreis-Abgeordnete gewählt. Im Bundeswahlkreis Ostallgäu stehen zehn Kandidaten zur Verfügung. (Der Kreisbote hat diese bereits vorgestellt).

Bei der Zweitstimme geht es vor allem um die Zusammensetzung des künftigen 19. Bundestages. Denn nach dem Verhältnis der Zweitstimmen erhalten alle Parteien, die mehr als fünf Prozent der Zweitstimmen bekommen oder drei Direktmandate erhalten, auch Sitze im Deutschen Bundestag. Die Zweitstimme ist also die gewichtigere Stimme, die Erststimme ist eine einfache Personen- oder Mehrheitswahl. Wichtig ist und bleibt die Zweitstimme, so Kinkel.

Wann ist ein Stimmzettel gültig?

Es sollte jeweils ein Kreuz bei der Erst- und ein weiteres Kreuz bei der Zweitstimme gesetzt werden. Dabei sollte der Wille des Wählers klar erkennbar sein. Das Kreuz sollte so gesetzt werden, dass es mittig im entsprechenden Feld auf dem Stimmzettel befindet.

Wann ist ein Stimmzettel ungültig?

Wenn mehrere Kreuze gesetzt werden, Bemerkungen auf dem Zettel geschrieben oder sogar vorzufinden sind. Dies kann zur Ungültigkeit des Stimmzettels führen.

Wann gib es die Ergebnisse?

Frühestens ab 19 Uhr werden unter wahlen.ostallgaeu.de erste Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken veröffentlicht. Um 18 Uhr gibt es aber bereits auf allen einschlägigen großen Newsportalen erste bundesweite Hochrechnungen.

Von Stefan Günter

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