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Verein ist jetzt Träger der freien Jugendhilfe

Anerkennung für „inifo“

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Gemeinsames Lernen spielt bei inifo eine große Rolle. Dabei werden junge Geflüchtete gezielt auf Prüfungen wie den Abschluss an der Fachoberschule oder Sprachzertifikate vorbereitet.

Marktoberdorf – „Wenn Du Hilfe brauchst, dann geh zu Annemarie!“ zitierte Kreisrätin Gerti Kustermann (Bündnis 90/Grüne) die Stimmen vieler in Marktoberdorf gestrandeter Flüchtlinge. Es habe sich herumgesprochen, dass sich Annemarie Reitberger in allen Fragen der Flüchtlingshilfe auskenne.

Sie sei eine, die sich kümmere. Eine, die da sei, offen und ansprechbar für alle Probleme, die Flüchtlinge und ihre Familien in Marktoberdorf betreffen. Annemarie Reitberger ist die Vorsitzende des Vereins Initiativ-Forum für interkulturelle Vielfalt e.V. (kurz inifo) und hauptamtlich für den Verein tätig.

Um inifo ging es in der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses, in dem Kreisrätin Kustermann als dessen Fürsprecher auftrat. Der Verein inifo hatte beantragt, als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt zu werden. Da alle dafür notwendigen Nachweise vorlägen und der Verein bereits drei Jahre im Bereich der Jugendhilfe tätig sei, bedeute die Anerkennung nun eine reine Formsache, wie Landrätin Maria Rita Zinnecker erklärte. Der Ausschuss stimmte denn auch einstimmig dem Antrag zu.

Als freier Träger der Jugendhilfe ist inifo nun berechtigt, mit dem örtlichen Jugendamt zusammenzuarbeiten und Vertreter in den Jugendhilfeausschuss zu entsenden. Die Anerkennung begründe jedoch keinen Rechtsanspruch auf eine finanzielle Förderung durch den Landkreis, wie Zinnecker betonte. Allerdings ließen sich durch die Anerkennung andere Fördertöpfe leichter erschließen.

Der Verein, der in der Eberle-Kögl-Straße seine Räumlichkeiten hat, sei ein „Anker für die Flüchtlinge“, so Gerti Kus­termann weiter. Ein niederschwelliges Angebot, das gerade junge Geflüchtete, Männer wie Frauen, auf vielfältige Weise unterstütze. So sieht der Verein in seiner Satzung vor, jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu helfen, mit ihrer schwierigen Lebenssituation zurechtzukommen, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben und diese verantwortlich mitzugestalten.

Bei inifo können sie verschiedene Kurse besuchen: zur Alphabetisierung, zur Berufsorientierung und zur Lebenswelt­orientierung. Der Verein bietet außerdem Patenprojekte, eine individuelle Lernbegleitung und Prüfungsvorbereitung, einen Café-Treff und gemeinsame Freizeitmöglichkeiten. Wöchentlich nehmen rund 80 bis 100 Geflüchtete an den Angeboten teil. Die Begegnungsprojekte und Veranstaltungen werden aber auch von vielen Einheimischen besucht.

von Angelika Hirschberg

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