"Ein intensives Jahr!"

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Neugestaltung der Kaufbeurer Fußgängerzone: Die Grafik zeigt den Bauablauf in einem Übersichtslageplan. Dieser ist umsetzbar, wenn keine besonderen Schwierigkeiten wie archäologische Funde oder Widrigkeiten im Baugrund auftreten.

Kaufbeuren – Der Startschuss für die Sanierung der Fußgängerzone fällt am 2. März mit dem offiziellen Spatenstich. Ende Oktober ist die Fertigstellung vorgesehen. Dies wurde von Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rahmen einer Informationsveranstaltung verkündet.

Die Stadt hatte dazu neben den Betroffenen auch die Öffentlichkeit in der vergangenen Woche in das Sparkassenforum eingeladen. An diesem Abend wurden der Bauablauf und die Ansprechpartner, der künftige Gestaltungsleitfaden für die Altstadt sowie das Kommunikations- und Marketingkonzept für das innerstädtische Bauvorhaben vorgestellt. „Es wird ein intensives Jahr“, sagte Bertram Mooser vom gleichnamigen Ingenieurbüro.

Eingangs der Veranstaltung stellte OB Stefan Bosse die Ansprechpartner aller an dem „Jahrhundertprojekt“ beteiligten Unternehmen und der Stadt vor. Anschließend erläuterte Mooser das Gesamtkonzept und die Details zum geplanten Bauablauf. Dieser gliedert sich in mehrere Abschnitte (siehe Grafik), an denen mit bis zu vier Kolonnen gleichzeitig gearbeitet wird. Begonnen wird am Obstmarkt, der dann auch als Erstes fertig sein soll. Alle Versorgungsleitungen und Anschlüsse für beispielsweise Gas, Strom oder Abwasser würden „im laufenden Betrieb“ erneuert. Auftretende Bauschäden im Rahmen der Sanierung werden durch ein externes Büro erfasst und kostenfrei behoben.

Dabei seien immer Zugänge für Rettungsfahrzeuge gewährleistet, der Anlieferverkehr funktioniere ebenfalls. Lediglich für die Müllabfuhr ist die praktische Unterstützung der Anwohner gefordert: Sie müssen ihre Mülltonnen zu den entsprechend festgelegten Sammelstellen bringen. Die erforderlichen Informationen dazu gehen den Anwohnern in den nächsten Tagen zu. Für geplante Umzüge wird um frühzeitige Information gebeten. Mit den Worten „Es müssen alle helfen, denn zusammen schaffen wir es“, richtete der Ingenieur einen Appell an alle Anlieger und Bürger, die zwangsweise aufkommenden Einschränkungen im fairen Umgang mitzutragen.

Informationen und „Trostpflaster“

Daniel Abbenseth vom Baustellenmarketing stellte die begleitenden Maßnahmen vor. „Wir wollen die Baustelle als Chance sehen“, sagte er mit Blick auf Aktionen, Veranstaltungen, Informationen und Werbung. Unter anderem werden rote Teppiche zu den Geschäftseingängen ausgelegt, Infotafeln aufgestellt und an jedem ersten Donnerstag im Monat gibt es im Infobüro um 8.30 Uhr eine öffentliche Informationsrunde. Zudem werden passend zum Thema Baustelle Schuhputzsets und Jutebeutel als „Trostpflaster“ an Kunden verteilt.

„Marke Innenstadt“

Baureferent Helge Carl machte deutlich, dass es nach der Fertigstellung nicht nur bei dem neuen Bodenbelag bleiben soll. Ambiente und Flair sollen dazu beitragen, auch gegenüber dem Internethandel zukunftsfähig zu werden. Es gelte, die „Marke Innenstadt“ weiter zu entwickeln, aber nicht mit „immer lauter und mehr“, sondern mit Blick auf Schilder, Auslagen und Bestuhlung durch „etwas Zurückhaltung und mehr Anspruch“. „Wir wollen nicht maximale Freiheit, sondern einen gemeinsamen Rahmen mit mehr Qualität für alle“, schloss Carl.

von Wolfgang Becker

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