Neues Mehrzweckfahrzeug gesegnet

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Pfarrer Walter Böhmer segnete das neue Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Obergünzburg.

Obergünzburg – Die Freiwillige Feuerwehr Obergünzburg feierte vergangene Woche einen Tag der offenen Tür und zeigte der Bevölkerung ihre Fahrzeuge und Technik. Mit einer Fahrzeugsegnung wurde zudem ein neues Mehrzweckfahrzeug übergeben.

Mit einem traditionellen Feldgottesdienst in der geräumigen Fahrzeughalle begann der Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr. Pfarrer Walter Böhmer erinnerte in seiner Predigt, dass der Mensch in seinem Leben ständig Entscheidungen treffen müsse, das ein oder andere tun zu können. „Und so haben sich die Feuerwehrleute entschieden, nicht weg zu schauen, sondern da zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird.“ Im Anschluss segnete er zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Brigitte Funk den neuen Gerätewagen-Logistik.

Bereits 2015 hatte die Freiwillige Feuerwehr Obergünzburg, mit ihren 210 Mitgliedern und 65 Aktiven ein Drehleiterfahrzeug erhalten. Dieses neue Fahrzeug heute wurde als Ersatz für ein betagtes, älteres Fahrzeug beschafft und soll als Mehrzweckfahrzeug dienen für An- und Abtransport aller Materialien, die nicht auf einem Einsatzfahrzeug Platz findet. Kommandant Markus Schäftner erläuterte: „Um die Spezialisierung der Feuerwehr besser abdecken zu können, wurde auch in sieben Rollcontainer investiert“. Je nach Einsatzfall können diese vorbereiteten Container dann auf das Fahrzeug geladen werden, ob Gefahrstoffeinsatz, Wasserentnahme, Ölschaden oder Licht- und Stromversorgung. Das Fahrzeug hatte rund 82.000 Euro gekostet und wurde mit 32.000 Euro vom Land Bayern und 25.700 Euro vom Landkreis bezuschusst. Die Kosten für die Rollcontainer in Höhe von 11.500 Euro wurden fast vollständig vom Feuerwehrverein übernommen. Schäftner versprach eine fundierte Ausbildung für seine Feuerwehrleute, damit das neue Fahrzeug sicher bedient werden könne. Um den Fortbestand der Feuerwehr zu sichern, warb er um Unterstützung bei der Gewinnung von Freiwilligen und Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr.

„Für den Markt ist es immer etwas Besonderes, wenn es Feierlichkeiten mit der Feuerwehr gibt“,sagte Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus. Man sei der Feuerwehr dankbar, dass sie bereit sei, für die Allgemeinheit ihren Dienst zu leisten. Die Übungen können Spaß machen, die Einsätze hingegen nicht. „Euer Ansehen in der Gemeinde ist so groß, dass es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, Euch immer wieder mit dem adäquaten Gerät auszustatten“, erklärte Leveringhaus den Feuerwehrleuten. Deshalb habe auch in diesem Jahr die Feuerwehr Ebersbach einen Mannschaftstransportwagen bekommen und die Gemeinde Burg einen allradangetriebenen Mannschaftstransportwagen und einen Tragkraftspritzenanhänger. Der Bürgermeister kündigte auch noch ein Katastrophenschutzfahrzeug mit Hochwassermodul an, das aber aus Bundesmitteln finanziert sei. „Wir sind mit dem Feuerwehrwesen in Obergünzburg ausgezeichnet aufgestellt und im Marktrat sind wir gerne bereit, die entsprechenden Mittel bereitzustellen“, bekundete Leveringhaus und übergab symbolisch mit einem Fahrzeugschlüssel das Fahrzeug an den Kommandanten Markus Schäftner und seinen Stellvertreter Günter Ratzke.

Die neue Arbeitsbekleidung der Jugendfeuerwehr in Form einer Windjacke und T-Shirts stellte danach der Leiter der Jugendfeuerwehr Alexander Weber vor. Mit seinen 18 bis 20 Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren übt er alle zwei Wochen und führt sie an die Aufgaben im Einsatz heran. In den realen Einsatz dürfen sie allerdings erst, wenn sie volljährig sind.

Anschließend ging man zum Frühschoppen über und das neue Fahrzeug und auch die anderen Einsatzfahrzeuge wurden von den Besuchern von allen Seiten bestaunt und begutachtet.

von Wolfgang Krusche

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