Friedhofsgebühren: Marktgemeinderat beschließt Anhebung einstimmig

Drastische Erhöhung der Gebühren

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Die Friedhofsgebühren für Obergünzburg steigen zum 1. Januar 2014.

Obergünzburg – In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung des Jahres wurden unter anderem dieFriedhofsgebühren zum 1. Januar 2014 drastisch angehoben.

In der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres wurden noch einmal wichtige Beschlüsse gefasst. Neben der Anpassung der Friedhofsgebühren zum 1. Januar 2014 an die bestehenden Ausgaben wurde der Jahresabschluss für 2012 genehmigt und ein Wirtschaftsplan für die folgenden vier Jahre vorgestellt, der von den Gemeinderäten ebenfalls einstimmig angenommen wur- de.Zunächst wurde die Sitzung von den Stadträten jedoch genutzt, um Bürgermeister Lars Leveringhaus zu seinem 50. Geburtstag zu gratulieren und ein kleines Präsent zu überreichen.

Anhebung der Friedhofsgebühren

Im Anschluss stand die Erhöhung der Friedhofsgebühren auf dem Plan. Laut Geschäftsstellenleiter Matthias Rieser dürfen auf einem Friedhof als „kostenrechnender Einrichtung weder Gewinne noch Verluste erwirtschaftet werden“. Aus diesem Grund sei nun eine Anpassung der Gebühren notwendig geworden. „Die Fried- hofsgebühren sind seit 2009 nicht erhöht worden“, da in den letzten Jahren kaum Nutzungsrechte für Gräber ausgelaufen seien. Dadurch seien „Defizite entstanden, die sich über die Jahre beträchtlich summiert haben“, erläuterte Rieser seine Neukalkulation für den örtlichen Friedhof.So werde die Gebühr für die Nutzung der Aussegnungshalle von 75 Euro auf 100 Euro pro Bestattung angehoben. Die neuen Gebühren für die einzelnen Grabstätten seien dabei „nicht willkürlich festgelegt, sondern nach Faktoren berechnet, die den Aufwand bei der Graberstellung berücksichtigen“ und sich auf eine Ruhefrist von 15 Jahren beziehen. So wurden die Gebühren für ein Einzelgrab von 232,50 Euro auf 336,75 Euro, für ein Familiengrab mit zwei Stellen um 42 Prozent auf 808,20 Euro angehoben. Die deutliche Erhöhung der Nutzungsgebühr für die Ruhestätten in der Urnennische um über 200 Prozent begründe sich daraus, dass dazu im Vergleich zu Erdgräbern zwar ein geringerer Aufwand bei der Graberstellung entstehe, jedoch „wesentlich höhere Kosten“ beim Bau der Nischen an- fallen, die bislang in der Kalkulation nicht berücksichtigt waren. Die Gebühren für ein Urnenerdgrab hingegen wurden gesenkt. Zum einen solle dadurch die „Ungerechtigkeit aufgehoben werden, dass für ein Urneneinzelgrab bislang genauso viel berechnet wurde wie für ein Mehrfachgrab“, zum anderen sollen dadurch „Anreize geschaffen werden, um die frei- en Plätze in Zukunft noch mehr zu belegen“. Die neue Friedhofsgebührensatzung tritt zum 1. Januar 2014 in Kraft und betrifft sowohl Verlängerungen der Grabnutzungsdauer als auch neue Grabnutzungen. Noch laufende Nutzungsverträge bleiben von den Neuerungen unberührt.

Hoher Stromverbrauch


Zudem wurde der Jahresabschluss 2012 der Markgemeinde Obergünzburg geprüft und erster Bürgermeister Lars Leveringhaus sowie zweiter Bürgermeister Herbert Heisler in ihrer Funktion als Geschäftsführer der „Obergünzburger Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft“ einstimmig entlastet. Die Verluste, die zum 31. Dezember 2012 eingefahren worden seien, werden laut Kämmerer Christoph Brenner in das neue Geschäftsjahr übertragen. In diesem Zuge wurde auch der Wirtschaftsplan für die Jahre 2014 bis 2018 vorgestellt. Einziger auffälliger Ausgabenpunkt seien hierbei die hohen Stromkosten des Gasthofs Hirsch. Diese würden zwar zum Großteil auf den Pächter umgelegt werden, dennoch verwies Brenner darauf, dass dieser Kostenpunkt zum Anlass genommen wurde, in diese Richtung tätig zu werden und die Gemeinde bereits in ein Stromkostensanierungskonzept einge- stiegen sei. Die Verluste der Gemeinde sind für 2014 „minimal erhöht, dafür sehen wir in den nächsten Jahren eine deutliche Entlastung“, so Brenner. Auch der Wirtschaftsplan für die kommenden Jahre wurde einstimmig beschlossen.

Viel investiert im laufenden Jahr


Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus nutzte die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres für einen Rückblick: „Auch dieses Jahr wurden wieder gewaltige Investitionen getätigt und vor allem in infrastrukturelle Maßnahmen investiert.“ Auch dem Einzelhandel habe sich die Gemeinde 2013 verstärkt gewidmet. Bedauernswert sei, dass das Bauvorhaben für Bürgerwindkraftanlagen durch ein Bauverbot der Deutschen Flugsicherung gestoppt worden sei. Für Anfang 2014 sei unter anderem die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED fest geplant. Außerdem soll weiter „massiv in den Infrastrukturausbau investiert werden“, so Leveringhaus. 2014 werde „ein anstrengendes, hartes Jahr“, in dem aber „hoffentlich auch Einiges bewegt wer- den kann“, so der Obergünzburger Bürgermeister.

Bon Sabrina Hartmann
sah

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