Anton Sprenzel aus Salchenried erhält Staatsmedaille für Verdienste um die Ländliche Entwicklung

"Kümmerer" vor Ort

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Anton Sprenzel (3. v. li.) aus Salchenried erhielt aus den Händen von Präsident Johann Huber (li.) vom ALE Schwaben die Staatsmedaille für Verdienste um die Ländliche Entwicklung. Mit dabei waren Ehefrau Andrea Sprenzel (2. v. li.), Norbert Hecht (Projektleiter am ALE Schwaben, 3. v. re.), Richard Schmölz (2. Bürgermeister Stötten, 2. v. re) und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer.

Stötten a. A./Krumbach – Besondere Ehre für Anton Sprenzel aus Salchenried: Für ehrenamtliche Verdienste um die Ländliche Entwicklung in Bayern überreichte ihm Präsident Johann Huber vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben die von Staatsminister Helmut Brunner verliehene Staatsmedaille in Bronze.

„Sie engagieren sich seit vielen Jahren für Ihre Heimat. Sie tun weit mehr als Ihre Pflicht“, sagte der Leiter der Krumbacher Behörde. Neben Sprenzel haben sechs weitere Personen aus Schwaben diese Auszeichnung erhalten.

Gerade in der Ländlichen Entwicklung haben gesellschaftliches Engagement und Ehrenamt eine ganz besondere Bedeutung und einen hohen Stellenwert. „Ein Verfahren der Ländlichen Entwicklung wäre nicht erfolgreich durchführbar ohne den unparteiischen Einsatz, die fachliche Kompetenz und die lokalen Kenntnisse der Vorstandsmitglieder und der örtlich Beauftragten“, so Huber. „Der ländliche Raum braucht tatkräftige und ideenreiche Bürger, damit er lebendig und entwicklungsfähig bleibt“, sagte Landtagsabgeordnete Angelika Schorer.

Anton Sprenzel war 15 Jahre lang „Örtlich Beauftragter“ im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung Stötten am Auerberg. „Er war ein unermüdlicher und überzeugender Akteur für einen Interessensausgleich“, sagte Huber und beschrieb ihn als integer und bescheiden in der Sache sowie die eigenen Interessen stets hinten anstellend. Sprenzel fand von Beginn an das Vertrauen aller Teilnehmer. In vielen Gesprächen mit Grundeigentümern und Teilnehmern entwickelte er Lösungsansätze, die Agrarstruktur in und um Stötten zu verbessern. „Sie waren ,Kümmerer‘ vor Ort und aufgrund ihrer ausgleichenden Art Vorbild für einen ausgewogen agierenden, tatkräftigen und zielorientierten Vorstand“, fuhr Huber fort.

Das Verfahren Stötten a. Auerberg III umfasste eine Fläche von 700 Hektar. Im Verfahren wurden circa zehn Kilometer Wirtschaftswege, darunter auch fünf Hofanschlusswege, ausgebaut. Aus insgesamt 1083 Einlageflurstücken wurden 655 Abfindungsflurstücke gebildet. Eine ehemalige Kiesabbaufläche entwickelte sich zu einem Biotop mit trockenen und feuchten Lebensbereichen. Fünf ökologisch wertvolle Bereiche mit einer Fläche von 1,85 Hektar wurden dinglich gesichert. 121 Obstbäume, 80 Laubbäume und rund 1500 Sträucher wurden gepflanzt. In Stötten wurden in die Flurneuordnung rund zwei Millionen Euro investiert und Zuschüsse von rund 1,5 Millionen Euro ausgereicht.

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