Appell an Zusammenhalt

Freiwillige Feuerwehr Kaufbeuren blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

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Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen gab es für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren bei der Jahreshauptversammlung.

Kaufbeuren – Im Rahmen der Jahreshaupt- und Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren appellierten Vorsitzender Hubert Weikmann und Stadtbrandrat Helmut Winkler an eine offene Kommunikation unter den Kameraden, um den Zusammenhalt im Dienst und im Verein noch weiter zu stärken. Neben den Beförderungen der Mitglieder und Ehrungen für langjährige Dienstzeit gab es auch zwei besondere Ehrungen: Hans Peter Springer erhielt die silberne Ehrennadel, und Stefan Geyrhalter wurde zum Ehrenmitglied ernannt und mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

414 Einsätze gab es im vergangenen Jahr insgesamt, wie Winkler in seinem Jahresbericht darlegte; darunter 50 Brände, 172 technische Hilfeleistungen und 81 Fehlalarmierungen. Die Feuerwehrleute leisteten Hilfe bei Verkehrsunfällen, Wohnungsöffnungen und mehr. Aktuell sind es 136 aktive Mitglieder bei insgesamt 282 Mitgliedern.

Neue Mitglieder gesucht

Da die Zahl der aktiven Mitglieder sinkt, sieht die Feuerwehr Kaufbeuren Handlungsbedarf: Neben der MIR-Messe haben Interessierte auch beim schwäbischen Feuerwehrtag am 21. September die Gelegenheit, bei der Feuerwehr reinzuschauen. Denn da ist ein außergewöhnlicher Aktionstag in der Eiswache geplant. „Die Feuerwehr in einer ehemaligen Eishalle besichtigen zu können, ist schon etwas Besonderes“, findet auch Vorsitzender Hubert Weikmann.

Kommandant Helmut Winkler sprach außerdem den Gedanken eines offenen Austauschs zwischen den Mitgliedern im Sinne des Kameradschaftsgeistes an: „Wenn wir gemeinsam als Team etwas erreichen wollen, dann geht das nur miteinander. Bringt eure Ideen mit ein!“, adressierte Winkler seine Kollegen.

Auch Weikmann griff in seiner Ansprache das sinkende Interesse an den Vereinsaktivitäten auf, das in den letzten Jahren zu beobachten war. 2018 sei mitunter bedingt durch den Wechsel im Kommando und dadurch zwangsläufig entstandener Unruhen kein einfaches Jahr gewesen – und doch habe man gemeinsam „sehr viel gemeistert“. So blicke er positiv in die Zukunft, denn „ich weiß, was für eine Kraft in der Feuerwehr Kaufbeuren steckt“. Der Schlüssel hierfür sei allerdings Vertrauen, „und Vertrauen kann man nicht anordnen oder delegieren – letztlich ist es die Aneinanderreihung positiver Erfahrungen zwischen Menschen“, so Weikmann.

Zu den zahlreichen Aktivitäten des Vereinsjahrs zählten etwa der Feuerwehrball, die last Feier Fight Party anlässlich des Umzugs in die Eiswache und der Vereinsausflug nach Wien.

Auch in der Jugendarbeit und in der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses war die Feuerwehr nicht untätig: Im Jahr 2018 konnten neun neue Jugendliche gewonnen werden. Der aktuelle Stand in Kaufbeuren beträgt nun 24 Jugendliche, darunter sechs Mädchen.

Sicherheitsversprechen an Bürger

Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich angesichts der aktiven Feuerwehr begeistert. Die Eiswache trage die Handschrift der Feuerwehr, die „voller Liebe und Engagement“ von den Mitgliedern ausgefüllt werde. Mit dem Bau des neuen Gerätehauses wünschte Bosse den Feuerwehrlern lange währende Freude. Die Menschen, die sich in der Feuerwehr engagieren, erfüllen laut OB eine Kernaufgabe für die Region: „Sie geben ein Sicherheitsversprechen an die Bürger, für das sie sich gemeinsam mit anderen Akteuren einsetzen.“

Lobende Worte fand auch Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl, der die unabdingbare Leistung der Einsatzkräfte sowie ihren starken Bezug zur Stadt und zu ihrer Aufgabe hervorhob. Pohl wünschte der Feuerwehr ein „wenig schadensträchtiges Jahr mit vielen tollen Begegnungen“.

von Mahi Kola

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