Aquarelle von Inge Rößler und Schmuckstücke von Franz Haibl im Unterthingauer Schloss

Ungewöhnliches Duett

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Goldschmied Franz Haibl (v. li.), Aquarellmalerin Inge Rößler und Unterthingaus Bürgermeister Bernhard Dolp im Festsaal des Unterthingauer Rathauses, dem „Roten Schloss“.

Unterthingau – „Ich mach bloß noch des, was mir au g‘fällt“, meinte der Goldschmiedemeister und Schmuckdesigner Franz Haibl (Jahrgang 1936, unter anderem 18 Jahre zweiter und zwölf Jahre erster Bürgermeister sowie mit Leib und Seele Chronist von Leeder/Fuchstal) selbstbewusst, als er sich zusammen mit Inge Rössler dem Publikum vorstellte.

Die beiden Künstler eröffneten ihre gemeinsame Ausstellung „Harmonie von Farbe und Form“ vergangene Woche im repräsentativen Festsaal des Unter­thingauer Rathauses, dem „Roten Schloss“. Jedes von Haibls Schmuckstücken ist ein Unikat, von Anfang bis Ende handgearbeitet. Allerdings sind seine Preziosen nur zur Vernissage und zur Finissage am 24. März in den kleinen Vitrinen ausgestellt, in der Zeit dazwischen können sich die Besucher lediglich anhand von Fotos ein Bild von den aparten Schmuck-Kreationen machen, die auch zum Verkauf stehen.

Die Aquarelle der Kaufbeurer Malerin Inge Rößler hingegen darf man bis zur Finissage täglich zu den Rathaus-Öffnungszeiten bewundern – und ebenfalls kaufen. Inge Rößler (gebürtige Deutsch-Österreicherin, Jahrgang 1945) hat erst 2003 zur Malerei gefunden und sich seither ständig weitergebildet. Nach ihrem „Outcoming“ 2010 in Kaufbeuren fanden mittlerweile auch Ausstellungen in Berlin, Potsdam, München, Kloster Benediktbeuern, Günzburg, Irsee und im Burgenland statt. Die Künstlerin ist verheiratet, sie hat zwei erwachsene Kinder und vier Enkel.

Rößlers Hauptanliegen ist Harmonie, was sich nicht nur im Titel der Ausstellung ausdrückt, sondern auch in den leuchtenden, warmen, klaren, von Franz Marc und Emil Nolde inspirierten Farben ihrer Bilder und in ihren Motiven: Landschaften, Blumen, Stillleben. Ihr Malstil reicht von gegenständlich bis hin zu modern-expressionistisch oder gar völlig abstrakten Bildern. 24 ihrer mittlerweile über 500 Werke sind in Unter­thingau zu sehen.

Das ungewöhnliche Unter­thingauer Duett „Aquarelle und Goldschmuck“ wurde bei der Vernissage aufs Schönste ergänzt durch die stimmungsvolle Musik der Kaufbeurer Cellistin Magdalena Simm. Insgesamt fand die Veranstaltung großes Interesse, zahlreiche Besucher trugen sich ins Gästebuch ein und ließen sich mit der von Rosemarie Schwab vorgetragenen Schlossgeschichte auf eine Zeitreise bis hin zu den Kelten entführen.

Die zu versteigernde abstrakte Mohnblume von Inge Rössler.

Als Extra-Schmankerl hat Inge Rößler das abstrahierte Bild einer Mohnblume – da die Mohnblume Bestandteil des Wappens der Marktgemeinde ist – Bürgermeister Bernhard Dolp zur Versteigerung zugunsten des „Häringer Heimathauses“ überlassen. Gebote können bis zum Ende der Ausstellung schriftlich an das Bürgermeisteramt Unterthingau oder direkt an die Künstlerin gerichtet werden. Zum Ende der Vernissage war das Einstiegsgebot bereits überboten worden. Im Interesse des Häringer Heimathauses ist zu hoffen, dass noch zahlreiche weitere Gebote eingehen.

von Ingrid Zasche


Informationen:

Ausstellung im Schloss Unterthingau „Harmonie von Farbe und Form“

Finissage: Samstag, 24. März um 11 Uhr

Aquarelle von Inge Rößler (www.inge-roessler.de)

Design-Schmuck von Franz Haibl (nur anlässlich der Vernissage/Finissage)

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 18 Uhr

Versteigerung eines Werkes von Inge Rößler zugunsten des „Häringer Heimathauses“. Gebote per E-Mail an vorzimmer@unterthingau.de oder inge-roessler@online.de.


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