Eine echte Oase am Ortsrand

Pforzen: Arbeitskreis "Artenvielfalt" präsentiert Blühstreifen-Musterfläche

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Im Rahmen einer kurzen Führung zeigte Dipl.Ing. Hubert Göppel vom Arbeitskreis „Artenvielfalt“ den Mitgliedern des Pforzener Gemeinderats die frisch angelegten Blühstreifen im Außenbereich des neuen Feuerwehrhauses.

Pforzen – Im Vorfeld zur jüngsten Sitzung traf sich der Pforzener Gemeinderat vor dem neuen Feuerwehrhaus „Am Moosberg“. Dabei konnten die Räte die frisch angelegten Blühstreifen – ein Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises „Artenvielfalt“ und der Freiwilligen Feuerwehr Pforzen – besichtigen.

Bürgermeister Herbert Hofer erklärte dazu einleitend, dass die Gemeinde Pforzen stolz darauf sein könne, im Landkreis mittlerweile eine Art „Vorreiterposition“ im Hinblick auf Biodiversität, Natur- und Umweltschutz einzunehmen. Als „Motor und Antrieb“ habe Josef Freuding in den zurückliegenden Jahren auf diesem Gebiet enorm viel geleistet. Zusammen mit dem rührigen und sehr aktiven Arbeitskreis „Artenvielfalt“, dem Obst- und Gartenbauverein und den Bürgern aller Ortsteile sei es gelungen vielfältiges, blühendes Leben zu schaffen.

43 Wiesenaussaaten

Zwischenzeitlich wurden in der Gemeinde, so Freuding, 43 größere und kleinere ­Wiesenaussaaten angelegt. Pforzen sei dank dieser Blühflächen nicht nur bunter sondern auch lebenswerter geworden. Blühpatenschaften wurden geschlossen und weitere Projekte in Angriff genommen. So zum Beispiel das Modellprojekt zwischen der Stadt Kaufbeuren und der Gemeinde Pforzen im Biotopverbund „Leinauer Hang“, das Sanierungskonzept „Burgenstadl“, ein Gewässerentwicklungsprojekt mit der Nachbargemeinde Irsee und das Thema „Zukunftswald“. Gelungen sei auch eine Partnerschaft mit der Grundschule Pforzen hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit zur „Umweltbildung“. Dies alles habe dazu geführt, dass sich die Gemeinde Pforzen um den Titel „Biodiversitätsgemeinde“ bewerbe, so Freuding.

Dipl.-Ing. Hubert Göppel vom zuständigen Arbeitskreis führte anschließend durch die frisch angelegten Blühflächen im Außengelände des neuen Feuerwehrhauses. Insgesamt 48 verschiedene Blumen, Kräuter und Gräser sollen in den nächsten Jahren für eine abwechslungsreiche Artenvielfalt sorgen. Die Anpflanzung hatte, nach Meinung Göppels, „einen guten Start“ und werde sich in der Folgezeit auch entsprechend weiter entwickeln. Charakteristisch sei bei dieser hier vorgenommenen Aussaat, dass sich diese vom Aussehen her praktisch alle vier Wochen ändere. Übereinstimmend wurde in diesem Zusammenhang festgestellt, dass hier eine echte Oase am Ortsrand von Pforzen entstanden sei.

Feuerwehrhaus steht kurz vor dem Bezug

Bei dieser sich bietenden Gelegenheit folgten die Ratsmitglieder der Aufforderung von Feuerwehrkommandant Bernd Natterer noch schnell einen Blick ins Innere des neu umgestalteten Gebäudes zu werfen. Mit viel Aufwand ist hier ein wahres „Schmuckstück“ für die Pforzener Feuerwehr entstanden. Wie Bürgermeister Herbert Hofer mitteilte, kann das Gebäude am 1. Oktober bezogen werden. Im nächsten Jahr erfolgt dann im Rahmen der 150-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Pforzen die festliche Einweihung.

Klaus-Dieter Körber

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