Insgesamt weniger Arbeitslose

Arbeitslosenquote bei 3,8 und 2,5 Prozent – Fachkräfte weiter gesucht

Bundesagentur für Arbeit
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Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet Kaufbeuren ging im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 3,8 Prozent zurück. Damit waren im Oktober 944 Kaufbeurer arbeitslos gemeldet. 

Landkreis/Kaufbeuren – Der Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Für den Oktober meldet die Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, zu der auch die Regionen Kaufbeuren und das Ostallgäu gehören, Arbeitslosenquoten, die sich den Zahlen des Vor-Corona-Oktobers 2019 bereits wieder stark annähern.

Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet Kaufbeuren ging im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 3,8 Prozent zurück. Damit waren im Oktober 944 Kaufbeurer arbeitslos gemeldet. Das sind 48 Personen weniger als noch im September. Die Unternehmen in Kaufbeuren meldeten gleichzeitig im Oktober 87 neue vakante Stellen, der Stellenstand verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um drei auf 437 zu besetzende Stellen. Der Schwerpunkt der vakanten Arbeitsplätze lag im Bereich Produktion und Fertigung, gefolgt von Gesundheit, Soziales, Erziehung und Verkehr und Logistik.

1805 Bürger waren im Oktober im Landkreis Ostallgäu arbeitslos. Dies waren 142 Personen weniger als im Vormonat, und die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 2,5 Prozent. Insgesamt waren 1024 offene Stellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, sechs Stellen weniger als im September. 152 Stellen davon wurden durch die Ostallgäuer Unternehmen im Oktober neu gemeldet und die größte Nachfrage nach Arbeitskräften lag in den Bereichen Produktion/Fertigung, Handel und Vertrieb sowie Tourismus und Gesundheit und Soziales.

Die Arbeitslosigkeit im bayerischen Allgäu wird von der Agentur auf durchschnittlich 2,3 Prozent beziffert. Vor zwei Jahren, also noch vor der Pandemie, lag die Quote bei 2,2 Prozent. „Die Arbeitslosenzahl ist im Agenturbezirk Kempten-Memmingen weiter gesunken“, zeigt sich Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, erfreut. In absoluten Zahlen waren damit im bayerischen Allgäu im Oktober 9149 Bürger arbeitslos gemeldet.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen stellt mit Blick auf die Arbeitslosenzahlen und die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage fest: „Der Fachkräftemangel ist mit voller Wucht zurück, denn die Arbeitslosenquote in Bayerisch-Schwaben liegt mit 2,7 Prozent auf dem Niveau vor Beginn der Corona-Krise. In der Region herrscht faktisch Vollbeschäftigung.“ Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen würden händeringend nach qualifiziertem Personal suchen. Demnach sehen 62 Prozent in unbesetzten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen das größte Risiko für die Entwicklung ihres Unternehmens. „Der Fachkräftemangel zieht sich quer durch alle Regionen Bayerisch-Schwabens sowie sämtliche Branchen und Berufsbilder der regionalen Wirtschaft. Hinzu kommt der demographische Wandel.“

Daher dürfe in der dualen Ausbildung kein Talent verloren gehen. Auch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz müsse besser genutzt werden.

kb

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