Architekturforum Allgäu e.V. stellt neuen Architekturführer vor

Eindrucksvolle Bauprojekte

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Vorstand und Mitglieder im architekturforum allgäu e.V., verantwortliche Architekten und Projektleiter präsentierten im Bücher Edele Kaufbeuren stolz den Band „Architektur im Allgäu 2006 – 2015“.

Kaufbeuren/Landkreis – Architekturliebhaber und Freunde des kreativen Gestaltens fanden sich jüngst umgeben vom Ambiente des Candle-Light-Shoppings bei Bücher Edele Kaufbeuren ein, um der Buchpräsentation zum Architekturführer „Architektur im Allgäu 2006 – 2015“ beizuwohnen. Das architekturforum allgäu e.V. stellte den Band und darunter drei prämierte Bauvorhaben aus Kaufbeuren vor.

340 Bewerbungen habe es für das Buch gegeben, die mit Fotos und Grundrissen vom jeweiligen Bauprojekt eingereicht wurden, so Franz Schröck, Geschäftsführer des architekturforum allgäu. Eine dreiköpfige Jury habe nach heißen Debatten 60 davon ausgewählt, die in den Führer aufgenommen wurden. So finden sich darin unter anderem Wohn- und Geschäftshäuser, Schulen, öffentliche Plätze oder Einrichtungen für Tourismus und Freizeit sowie Projekte, die aus bürgerlichen Initiativen entstanden sind. Zwischen den Projekten sind Fotos von typischen Allgäuer Kulturlandschaften eingestreut, Karten und Stadtpläne dienen daneben zur Orientierung.

„Straßen, Wege, Brücken prägen unsere Umwelt“, unterstrich Schröck die „oft unterschätzte“ Bedeutung der Baukultur für den Menschen. Besonders gut gestaltete Exemplare stechen hervor und können Schröck zufolge idealerweise in mehrerlei Hinsicht punkten, indem sie einen Dialog aufbauen, einen sinnvollen Umgang mit bestehenden Baubeständen vorweisen und von gesellschaftlicher Relevanz sind, also den sozialen Aspekt berücksichtigen. An ebensolche interessante Orte der aktuellen Baukultur solle das Buch den Leser führen.

Exemplarisch wurden in diesem Sinne anschließend ausgezeichnete Projekte aus dem hiesigen Raum präsentiert. Architekt Christian Stadtmüller veranschaulichte für die Gäste die Erweiterung der Kaufbeurer Beethovenschule, die durch seinen gekrümmten Baukörper mit der eigenen Ästhetik auffalle und mit der beidseitigen Belichtung der Klassenräume auftrumpfen könne.

Auch die Neugestaltung des neuen Marktes in Neugablonz, der nun laut Andreas Negele vom Tiefbauamt durch seine hohe Aufenthaltsqualität und den großzügigen Platz für mehr Lebendigkeit sorge, ist solch ein preisgekröntes Bauvorhaben.

Eine „fast abrissreife“ Mühle und aufwendige Arbeiten hatte Landschaftsarchitektin Heidi Frank-Krieger mit der Sanierung und dem Wiederaufbau der Schlossmühle Liebenthann vor sich. Für das denkmalgeschützte Ensemble konnten kreative Lösungen gefunden werden, auch was die Energiegewinnung betrifft.

Dass ein Museum alles andere als eine „verstaubte Puppenstube“ sein kann, konstatierte Baureferatsleiter Helge Carl im Hinblick auf den Umbau und die Erweiterung des Kaufbeurer Stadtmuseums. Er hielt die Leser dazu an, sich mithilfe des Architekturführers auf Entdeckungstour zu begeben und diese „für das Stadtbild wichtigen Impulsprojekte“ aus nächster Nähe auf sich wirken zu lassen.

Das Buch des Architekturforums Allgäu (Kunstverlag Josef Fink) kostet 19,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.

von Mahi Kola

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