Keine autofreie Zone

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Das Areal vor der ehemaligen Mädchenschule soll verkehrstechnisch umgestaltet werden, um die zügige An- und Abfahrt der Pkws während der Spitzenzeiten zu gewährleisten. Der Bereich zwischen Schule und Eiche (im Hintergrund) bleibt vom Verkehr frei.

Obergünzburg – Auch in Zukunft können Fahrzeuge auf dem Platz vor der alten Mädchenschule in Obergünzburg fahren und parken. Das hat der Marktgemeinderat mehrheitlich in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Darüber hinaus soll der Platzcharakter durch den Verzicht von Bordsteinen gestärkt werden.

Drei Varianten für die Gestaltung des Platzes vor der Schule standen zu Diskussion und zwar mit Parkplätzen zwischen den Kindergärten oder ohne. Im Vordergrund aller Überlegungen stehe dabei die Sicherheit aller Beteiligten, erklärte Bürgermeister Lars Leveringhaus.

Als Grundlage zur Parksituation diente eine Verkehrserhebung. Hieraus wurde der Bedarf für bis zu 28 parkende Fahrzeuge ermittelt, mit der Spitze zwischen 8 und 8.20 Uhr und ähnlicher Situation mittags, so Planer Peter Beckmann vom Schwäbischen Ingenieurbüro Jellen.

In der Variante A und C ergäben sich laut des Experten damit 27 beziehungsweise 26 Parkplätze im Hof, am Kapellen- und Klosterweg und am alten Markt. In der Variante B würden nur rund 15 Parkplätze zur Verfügung stehen. Dabei stelle das Einfahrtverbot tagsüber ein Problem dar und könne zu Verwirrungen führen, da die festangestellten Mitarbeiter hinter der Schule feste Parkplätze bekommen und somit den Hof überqueren müssen, so Beckmann.

Andererseits solle der Platz in den Abendstunden von anderen Einrichtungen sehr wohl als Parkplatz genutzt werden können.

Nach kontroverser Diskussion entschied sich das Gremium im ersten Schritt mit 13:4 Stimmen für Stellplätze im Innenraum des Hofes. Die Mehrheit der Ratsmitglieder sprach sich weiter für die Wendemöglichkeit noch vor der traditionsbehafteten „Einheits-Eiche“, die auf jeden Fall stehen bleiben solle, aus.

Dem entsprechend würden sechs bis acht Parkplätze in Schrägaufstellung im Innenraum verbleiben. Im weiteren Verlauf der Beschlussfassung stimmten 16 Ratsmitglieder für eine Erweiterung der Stellplätze im Kapellenweg auf bis zu sieben Schrägparkplätze, unter Erhaltung der bestehenden Bäume.

Im Klosterweg sind drei Kurzparkplätze vorgesehen. Am Alten Markt sollen acht der geplanten sechzehn Parkplätze als Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden, um hier die Parksituation zu den Spitzenzeiten aufzufangen.

Eine Einbahnstraßenregelung für den Kapellenweg schloss Bürgermeister Leveringhaus indes aus. Nach einer längeren Diskussion sprach man sich, um den Platzcharakter zu stärken, doch einstimmig für eine höhengleiche Abgrenzung ohne Bordsteine aus. Dies könne durch Poller oder optische Maßnahmen erfolgen.

Eine mögliche Materialauswahl für die Gestaltung des Platzes verschob man auf einen späteren Zeitpunkt.

von Wolfgang Krusche

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