Überraschung im Kommunalwahlkampf

Armin Holderried abgewählt

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Armin Holderried.

Mauerstetten – Obwohl die Gemeinde Mauerstetten gut dasteht, bekommt Erstbewerberin Karoline Waldner auf der Nominierungsveranstaltung in Mauerstetten mehr Stimmen als der amtierende Bürgermeister Armin Holderried.

Mit einer Überraschung endete kürzlich die Nominierungsveranstaltung der „Unparteilichen Wählergruppe Mauerstetten-Hausen“: Der amtierende Bürgermeister Armin Holderried unterlag der Mitbewerberin Karoline Waldner deutlich mit einer Zweidrittelmehrheit. Weitere Kandidaten gab es nicht. Beide Bewerber wollen nun bei den Aufstellungsversammlungen für die „Wählergemeinschaft Frankenried“ und die „Freie parteilose Wählergruppe Steinholz“ in dieser Woche kandidieren. 

Traditionell werden in der Gemeinde Mauerstetten parteiunabhängig drei Wahlvorschläge für die Ortsteile Mauerstetten (mit Hausen), Frankenried und Steinholz zur Kommunalwahl eingereicht. Nachdem im Vorfeld bekannt geworden war, dass zwei Bürgermeisterkandidaten antreten, stieß die Versammlung auf großes Interesse. Insgesamt hatten sich knapp 400 Besucher im Sonnenhof in Mauerstetten – auch aus den Gemeinden Frankenried und Steinholz – eingefunden, von denen 320 wahlberechtigt waren. 

Mit 209 Stimmen setzte sich schließlich die Bankkauffrau Waldner gegen den Verwaltungsbetriebswirt Holderried mit 111 Stimmen klar durch. Unter der Leitung von Wahlleiter Josef Häusler konnten sich davor beide Kandidaten kurz den Wahlberechtigten vorstellen. 

Karoline Waldner erklärte, dass sie schon seit einem Jahr auf eine Kandidatur angesprochen werde. Nachdem sie und ihre Familie vor sieben Jahren schnell in den Ort aufgenommen und integriert worden seien, habe sie sich zu einem größeren Engagement in der Gemeinde entschlossen. Die Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung liegt der 45-Jährigen besonders am Herzen. 

Holderried bilanzierte die in der Gemeinde erreichten Vorhaben wie beispielsweise den Rathausneubau, die Krippen St. Vitus und Regenbogen sowie das Baugebiet Dorfanger und die Sanierung des Sonnenhofes. Finanziell stehe die Gemeinde gut da und habe Spielraum für die Zukunft. Er wolle sich auch zukünftig mit großem persönlichen Engagement für Mauerstetten einsetzen. von Wolfgang Becker

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