"Sofort reagiert"

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Nur wenige Tage blieb der aggressive Asylbewerber in der Unterkunft am Füssener Bahnhof. Nun wurde er außerhalb des Landkreises verlegt.

Füssen/Marktoberdorf – Derselbe pakistanische Flüchtling, der vor kurzem zwei Mädchen in Marktoberdorf belästigte und anschließend gegenüber Eltern und Polizei ausfällig wurde (wir berichteten), ist jetzt auch in Füssen auffällig geworden und deshalb mittlerweile nicht mehr im Landkreis untergebracht. Das bestätigten sowohl Polizei als auch Landratsamt auf Nachfrage gegenüber unserer Zeitung.

Nach den Vorfällen in Marktoberdorf (der Kreisbote berichtete) war der 31 Jahre alte Pakistani in die Gemeinschaftsunterkunft am Füssener Bahnhof verlegt worden. Dort blieb er allerdings keine Woche: Nach einem erneuten Vorfall im Füssener Bürgerbüro ist der psychisch offenbar auffällige Mann erneut verlegt worden. Dieses Mal in ein Asylbewerberheim außerhalb des Landkreises. Das bestätigte die zuständige Behörde im Landratsamt.

Wie Helmut Maucher, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Füssen, gegenüber dem Kreisboten erklärte, habe der Asylbewerber im Füssener Bürgerbüro Geld gefordert, das ihm nicht zustand. Als ihm das von den Mitarbeitern klar gemacht wurde, habe er „rumgeschrien“ und zu „toben“ begonnen. Füssens Hauptamtsleiter Andreas Rist habe daraufhin wegen Hausfriedensbruchs die Polizei verständigt, die den Mann schließlich mitnahm.

Auf Anfrage des Kreisboten wollte sich Rist zu den Einzelheiten des Vorfalls nicht äußern. „Wir haben sofort reagiert und das gelöst“, sagte er lediglich. Man sollte das Ganze nicht aufbauschen. Um die Situation zu entschärfen, wurde der Mann anschließend in eine andere Umgebung verlegt. Diese Maßnahme sei nur in sehr seltenen Fällen nötig, fügte Abteilungsleiter und Oberregierungsrat Ralf Kinkel vom Landratsamt Ostallgäu hinzu. Der Mann sei aber weiterhin „greifbar“ und warte nun eben dort auf den Ausgang seines Asylverfahrens.

In Marktoberdorf hatte der Flüchtling im Oktober zwei sechs und siebe Jahre alte Mädchen beim Kastaniensammeln angesprochen, umarmt und auf die Wange geküsst. Daraufhin hatten die Eltern der Mädchen Anzeige erstattet. Der Pakistani wurde daraufhin ausfällig, wütend und aggressiv, ehe er vor der Polizei flüchtete. Später wurde er festgenommen und nach Füssen verlegt. 

Generell, so Jurist Kinkel, werden straffällig gewordene Asylbewerber nicht einfach abgeschoben. „Sie werden ebenso behandelt wie Deutsche, die einen Diebstahl begehen“, erklärte der Oberregierungsrat. Ihnen werde gemäß der deutschen Rechtsprechung der Prozess gemacht, ein nachgewiesenes Fehlverhalten verurteilt und entsprechend bestraft.

von Matthias Matz und Kai Lorenz

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