Antrag der Grünen im Kreistag abgelehnt

Krankenhaus wird kein Asylbewerberheim

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Eine medizinische Nachnutzung des Klinikgebäudes in Marktoberdorf ist fraglich. Sicher ist jedenfalls, dass keine Asylbewerber in dem Gebäude untergebracht werden.

Marktoberdorf/Ostallgäu - Das Ansinnen der Grünen-Kreisfraktion, das leerstehende Krankenhaus in Marktoberdorf vorübergehend als Asylbewerberheim zu nutzen, stieß im Kreistag auf wenig Gegenliebe.

Die Kreisräte von CSU, der Freien Wähler, von Bayernpartei und Junges Ostallgäu lehnten den dringlichen Antrag von Bündnis90/Die Grünen ab, worin eine Umnutzung des Klinikums als Unterkunft für Asylbewerber vorgeschlagen wurde. „Das ehemalige Krankenhaus könnte eine menschenwürdige Unterkunft sein“, sagte Hubert Endhardt, Fraktionssprecher der Kreis-Grünen, im Rahmen einer emotional geführten Debatte. Denn Landkreis und Gemeinden sehen sich einer wachsenden Zahl an Flüchtlingen gegenüber: Rund 500 Asylbewerber sind momentan im Ostallgäu untergebracht, mit steigender Tendenz fürs kommender Jahr, wie das Landratsamt mitteilte. Eine medizinische Nachnutzung des Klinikgebäudes in Marktoberdorf steht dagegen immer noch in den Sternen. Derzeit beginnt eine zweite europaweite Ausschreibung mit dem Ziel, das Krankenhaus einer Nutzung im Bereich Medizin oder Reha zuzuführen. Ein ausführlicher Bericht zur Asylproblematik im Ostallgäu folgt in der kommenden Ausgabe. von Angelika Hirschberg

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