Auch Römer müssen mal

Durch den Einbau einer WC-Anlage wird der touristische Wert des Römermuseums weiter gesteigert. Foto: Bauer

Neben der weiteren Planung für das Kinderhaus (wir berichteten) beschäftigte sich der Bauaus- schuss in seiner jüngsten Sitzung mit den innerstädtischen Beschränkungen des LKW-Verkehrs, einigen privilegierten Bauvorhaben und mit einer möglichen Aufweichung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes.

Ähnlich wie im Stadtentwicklungsausschuss sahen es die Räte, als es um das LKW-Nachtfahrverbot ging. Im Gegensatz zur generellen Sperrung der städtischen Straßen für LKW, wollten es die Ausschussmitglieder bei der nächtlichen Sperrung der durch die Stadt führenden Bundesstraße langsam angehen. So steht Peter Grotz (FW) mit seiner Meinung, dass diese Maßnahme erst greifen dürfe, wenn die geplante Umgehungsstraße in Betrieb geht nicht allein da. Mit dem Beschlussvorschlag bezüglich des Nachtfahrverbotes der zunächst nur einen entsprechenden Antrag an die Straßen- baulastträger vorsieht, wolle die Verwaltung, so Bürgermeister Werner Himmer, das Verfahren in Gang bringen. Druck in Richtung auf eine schnelle Umsetzung auf den kommunalen Straßen machte Franz Barnsteiner (FW). Besonders für den Norden der Stadt sah Barnsteiner wegen des anstehenden Zweischichtbetriebes bei Fendt schnellen Handlungsbedarf, er forderte aber mit Blick auf Handwerksbetriebe, LKW erst über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht auszusperren. Neue WC-Anlage? Bei den Bauanträgen, allesamt im Außenbereich gelegen, bekundeten die Mitglieder des Bauausschusses besonders Interesse an der Planung einer WC-Anlage beim Römerbad in Kohlhunden. Auf Nachfrage von Klara Knestel (Grüne) erklärte Himmer, dass die Stadt zwar Bauträger für das Vorhaben sei, dass die bisher nicht bekannten Baukosten sich wegen der umfangreichen Eigenleistung der Vereinsmitglieder in Grenzen hielten. Wolfgang Hannig (SPD) lobte das hohe Engagement der Vereinsmitglieder und sprach sich, für die Genehmigung aus. Ein Grenzfall Um den Antrag, für einen Fahrradhandel eine Ausnahme vom bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zu schaffen, ging es beim letzten Tagesordnungspunkt. Mit dem Konzept soll der Innenstadtbereich gestärkt und ein Abwandern von innenstadtrelevanten Betrieben in Gewerbegebiete verhindert werden. Ein Abweichen von diesem Konzept könne tief greifende Auswirkungen auf bestehende Bebauungspläne haben, warnte die Verwaltung. Als einen Grenzfall bezeichnete Knestel den Bauantrag, trotzdem bedeute ein Abweichen vom Zentrenkonzept einen Rückschritt und stelle die Arbeit von Jahren in Frage. Mit drei Gegenstimmen sprach sich der Ausschuss gegen die Schaffung einer Ausnahme aus. kpb

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