Neuer Schwung und Aktivitäten beim Faschingsverein "Aufbruch-Umbruch"

"Aufbruch-Umbruch lebt!"

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Stolz präsentiert der neu gekürte Ehrenvorstand von „Aufbruch-Umbruch“ Günther Seydel den von OB Stefan Bosse überreichten Faschingsorden, zusammen mit den drei gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern Biggi Salomon, Nicole Martin und Hans Schwangart.

Kaufbeuren – Die Faschingszeit hat begonnen: Wo die meisten Menschen in unseren Breiten erwartungsvoll auf Weihnachten blicken, sind die "Narren" schon fleißig dabei, das Programm für die "fünfte Jahreszeit" in 2014 zu planen. So auch beim Kaufbeurer Traditionsverein Aufbruch-Umbruch, der zuletzt schwierige Zeiten durchgemacht hatte.

Wie Hans Schwangart anlässlich der Mitgliederversammlung des Faschingsvereins „Aufbruch-Umbruch“ kürzlich im Hotel Hasen den Anwesenden mitteilte, ist der neue Vorstand seit nunmehr 540 Tagen im Amt. In dieser Zeit habe man viel getan und auch darum gekämpft, dass der Verein wieder „auf die Beine kommt“. So könne er vor den versammelten Mitgliedern mit einem gewissen Stolz verkünden: „Aufbruch-Umbruch lebt!“

Die erste Zwischenbilanz, welche die drei Vorsitzenden Hans Schwangart, Nicole Martin und Biggi Salomon an diesem Abend vorlegten, konnte sich sehen lassen und wurde mit Zufriedenheit unter den Mitgliedern aufgenommen. Neben einer erfreulichen Kassenlage – dank entsprechender Einnahmen beim Lagerleben, die, so Schwangart, dem Verein „das Überleben gesichert“ haben – konnte er auch 17 neue Mitglieder begrüßen, sodass der Verein augenblicklich 87 Mitglieder zählt. Gleichzeitig mit der Freude über diesen Zulauf musste aber auch verkündet werden, dass mit Manni Pech ein langjähriges treues Mitglied im Januar diesen Jahres für immer „von der von ihm so sehr geliebten Faschingsbühne abgetreten“ sei. Nach weiteren Berichten über die Aktivitäten der vergangenen Monate durch Biggi Salomon, sowie einem detaillierten Kassenbericht, erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft. 

Start in die Saison 

Mit neuen vielversprechenden Ideen will man in die bevorstehende Faschingssaison starten. Einschränkend warnte aber Schwangart und erklärte: „Es ist nicht einfach, von Null sofort auf Hundert zu kommen. Aufgrund der Situation, in der sich der Verein befunden hat, muss das Ganze punktuell wieder aufgebaut sowie weitere Mitwirkende, Musik- und Gesangsgruppen gesucht und eingebunden werden“. 

Auf jeden Fall wieder stattfinden sollen die Veranstaltungen von „Aufbruch-Umbruch“ im Kaufbeurer Stadtsaal am 14. und 15. sowie am 21. und 22. Februar 2014 einschließlich einer Seniorenvorstellung am 16. Februar. Sepp Eichhorn, der als neuer Regisseur für das auf drei Stunden Länge ausgerichtete Programm zuständig ist, will in den nächsten Tagen mit den Proben beginnen. Wie bei derartigen Faschingsveranstaltungen üblich, werde vor allen Dingen die „Stadtpolitik besonders unter Beschuss“ stehen, kündigte Eichhorn an. Schließlich sei in den zurückliegenden Monaten so manche „Steilvorlage“ geliefert worden. An die Abendtermine soll sich, wie Hans Schwangart erklärte, stets eine zünftige Faschingsparty mit Discjockey anschließen, „wobei es natürlich ganz besonders toll wäre, wenn die Besucher maskiert kommen würden“. Erstmalig soll im kommenden Kaufbeurer Fasching, am „Lumpigen Donnerstag (27. Februar) ab 17 Uhr ein eigenes Faschingstreiben, die „Burongaudi“, stattfinden (wir berichteten). Es ist geplant, vom Alleeweg durch die Schmiedgasse zum Rathaus zu ziehen, wo dann zusammen fröhlich gefeiert wird. Ein jeder, der am närrischen Treiben gefallen findet, egal ob Einzelperson oder Gruppen beziehungsweise Vereine, seien zur Teilnahme eingeladen, wurde auf der Versammlung betont. 

Nachdem bereits Anmeldungen von Vereinen und Musikkapellen vorliegen, dürfte diese erstmals im Kaufbeurer Faschingskalender aufgenommene Veranstaltung ein voller Erfolg werden, hofft Schwangart – konnte doch von den Verantwortlichen ein „echtes Zugpferd“ angeheuert werden. So haben die aus rund 50 Musikern bestehenden „Breitenbrunner Dorfbachfurzer“ ihre Teilnahme zugesagt. „Nun liegt es allein noch daran, dass sich viele Kaufbeurer und Faschingsfreunde aus der Umgebung beteiligen“, so Schwangart. In Kürze soll auch die neue Homepage unter www.aufbruch-umbruch.de mit aktuellen Aktivitäten und Neuigkeiten des Vereins fertig gestellt sein. 

Oberbürgermeister Stefan Bosse, selbst Mitglied des Traditionsvereins, freute sich, Günther Seydel in einer Laudatio zu ehren und ihm gleichzeitig einen gläsernen Faschingsorden zu überreichen. Für seine Verdienste um den Verein und als Anerkennung für die mehr als 25-jährige Mitarbeit in der Vereinsspitze bis zu seinem Ausscheiden im Sommer 2012, wurde Seydel zum Ehrenvorstand des Vereins „Aufbruch-Umbruch“ ernannt. von Klaus-Dieter Körber

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