Aufbruch in die Zukunft

Zusammen in eine erfolgreiche Zukunft: Günther Seydel (ehem. 1. Vorstand), Josef Eichhorn, Nicole Martin (3. Vorstand), Axel Vorbach (ehem. Vorstand), Hans Schwangart (1. Vorstand), Peter Scharl (stellv. Vorstand), Brigitte Salomon (2. Vorstand), Albert Weiß (stellv. Vorstand), Iris Schweinberger (stellv. Vorstand) und Achim Meirich (ehem. Vorstand).

Seinem Namen alle Ehre machte der Kaufbeu-rer Faschingsverein „Aufbruch-Umbruch e. V.“ auf einer außerordentlichen Mit- gliederversammlung in der vergangenen Woche. Auf dem Plan standen neben der Aufnahme neuer Mitglieder, dem Bericht des Kassenprüfers und der anschließenden Entlastung der Vorstandschaft auch die Wahl eines neuen Führungsteams sowie ein Ausblick auf die Vereinsarbeit der Zukunft. Nachdem in der vergangenen Saison Anfang 2012 aufgrund personeller Engpässe und stetig sinkender Besucherzahlen sogar laut über eine Auflösung des alteingesessenen Vereins nachgedacht worden war, zeigten sich die Mitglieder bei der jüngsten Zusammenkunft optimistisch. Ändern soll sich allerdings einiges.

Vor den Neuwahlen übernahm Günther Seydel als Vorstandsmitglied die Moderation des Abends im Gasthaus Belfort und begrüßte den „harten Kern“ der momentan rund 71 Mitglieder von Aufbruch-Umbruch. Hier gab es fünf Neuzugänge zu verzeichnen, unter anderem den Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse, der seinen neuen Vereinskollegen und -kolleginnen seine Anerkennung für die Arbeit der vergangenen Jahre aussprach. „Ich freue mich, dass es hier deutliche Signale gibt, Aufbruch-Umbruch weiter zu führen. Ich habe in den unsicheren Zeiten stets mitgelitten“, gestand der Rathauschef. Um dann scherzhaft hinzuzufügen, er und seine Politikerkollegen würden „sich jede Mühe geben, genug Material und Themen für die Faschingsreden“ in der täglichen politischen Arbeit zu produzieren – ob freiwillig oder unfreiwillig. „Die Stadt ist auf eurer Seite“, schloss Bosse und erntete dafür Applaus. Beim Kassenbericht gab es durchaus Positives zu vermelden: stolze gerundete 71.000 Euro liegen derzeit auf dem Vereinskonto. Dieses Plus sei vor allem dem Verkauf von tech- nischem Equipment geschuldet, so Seydel. So kann die neue Vorstandschaft von Aufbruch-Umbruch mit einem umfangreichen Budget in ihre Tätigkeit starten. Schon länger hatten die bisherigen Vorstandsmitglieder um Seydel ihre Absicht bekannt gegeben, ihr Amt abgeben zu wollen um „Platz zu machen für die jüngere Generation“. Im geheimer Wahl wurde – mit jeweils großer Mehrheit – das Führungsteam neu besetzt. Als 1. Vorstand löste Hans Schwangart Günther Seydel ab. Schwangart ist selbst Gründungsmitglied von Aufbruch-Umbruch und hat nach eigener Aussage „viel Bühnen- und Vereinserfahrung“. 2. Vorstand ist ab sofort Brigitte Salomon, die zuvor bereits als stellvertretender Vorstand tätig war. Sie betonte in ihrer kurze Ansprache die Bedeutung des „Wir“-Gefühls für den Erfolg des Vereins. Den Posten des 3. Vorstands besetzten die Wähler mit Nicole Martin, die neu bei Aufbruch-Umbruch ist, jedoch „voller Begeisterung“, so Martin, auf ihre neue Aufgabe blickt. Die Stellvertreter sind: Albert Weiß, der bereits davor einen Platz im Führungsteam inne hatte, Iris Schweinberger, sowie Peter Scharl, der zukünftig „Spaß und Ernsthaftigkeit“ miteinander verknüpft sehen möchte. In seiner ersten Ansprache als neuer 1. Vorstand erklärte Hans Schwangart, man müsse nun zum Ursprungsgedanken des Vereins zurückkommen. „Dann werden wir auch wieder das zustande bringen, das den großen Erfolg von Aufbruch-Umbruch einst ausgemacht hat. Die Bürger sollen wieder Vertrauen zu uns gewinnen“. Mit dem Budget wolle man bedacht umgehen: „Wir werden das Geld nicht verschleudern“, so Schwangart. Ziel sei es, im Verein „kostendeckend“ zu arbeiten. Bei der Konzeption des Programms bei den Auftritten sieht Schwangart Änderungsbedarf. Zu diesem Thema überließ er dem Vereinsmitglied und professionellen Regisseur Sepp Eichhorn das Wort. Eichhorn war unter anderem Sendeleiter bei Radio Ostallgäu und hat die bekannte „Furiosa-Show“ in Irsee mit aufgebaut. Er erläuterte im Rahmen eines kurzen Vortrags, wie die Auftritte von Aufbruch-Umbruch künftig aussehen sollen: „Das Programm braucht einen roten Faden, zudem sollten die Tanznummern durch kurze und prägnante Slapstick-Einlagen aufgelockert werden“, lautet sein Vorschlag. Auch sei die bisherige Länge der Auftritte „viel zu umfangreich“, statt bisher bis zu vier Stunden möchte er das Programm auf höchstens zweieinhalb Stunden straffen. Der Verein verfüge über „tolle Darsteller“, nun ginge es nur noch um die Umsetzung. Günther Seydel als ehemaliger Vorstand zeigte sich erfreut darüber, dass nun ein Weg zur Weiterführung von Aufbruch-Umbruch gefunden ist. Er mahnte allerdings auch: „Der Job als Vorstand ist ein schwieriger, es braucht vor allem jemanden, der das Wort ‘Nein’ beherrscht. Ich bin kein Spaßverderber, aber auch Spaß hat irgendwann ein Loch. Zwar sieht die Finanzlage nun rosig aus, aber dies ist die Leistung einiger weniger, die sich engagiert haben“. Auch ein „Urgestein“ werde einmal brüchig, erklärte Seydel, und erinnerte an die Anfangszeiten des Vereins; „Wir haben all dies aus dem Nichts aufgebaut, ein Fundament, auf das der neue Vorstand nun bauen kann!“ Bei der Überreichung eines Geschenks zum Dank an den „alten“ Vorstand Günther Seydel, Achim Meirich und Axel Vorbach gab es somit auch Standing Ovations von allen anwesenden Mitgliedern.

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