Abschied der ehemaligen Räte

Aufenthaltsqualität steigern: Marktrat beschließt neues Friedhofskonzept für Obergünzburg

Ehemalige Markträte: Johannes Kennerknecht (v. li.), Manfred Schuster, Reinhard Kiechle, Max Schwarzer, Wolfgang Böhnke, Marlene Heinold, Franz Klaus Denlöffel mit Lars Leveringhaus (Erster Bürgermeister) und Markus Binzer, Helmut Dietrich sowie Sabine Schröpfer. Es fehlt Leonhard Keller.
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Ehemalige Markträte: Johannes Kennerknecht (v. li.), Manfred Schuster, Reinhard Kiechle, Max Schwarzer, Wolfgang Böhnke, Marlene Heinold, Franz Klaus Denlöffel mit Lars Leveringhaus (Erster Bürgermeister) und Markus Binzer, Helmut Dietrich sowie Sabine Schröpfer. Es fehlt Leonhard Keller.

Obergünzburg – In der letzten Marktratssitzung des Jahres im Hirschsaal Obergünzburg verabschiedete der Erste Bürgermeister Lars Leveringhaus die ehemaligen Markträte. Da eine Auswertung des Bestands auf dem örtlichen Bergfriedhof eine Veränderung im Nutzerverhalten aufzeigte, plant der Markt die Aufenthaltsqualität dort zu verbessern.

Als Ergebnis der Kommunalwahlen am 15. März waren einige neue Markträte gewählt worden, andere waren ausgeschieden. Durch die erweiterten Hygienebedingungen während der Corona-Pandemie war damals der Marktrat zu seinen Sitzungen in den Hirschsaal Obergünzburg umgezogen, wo an langen Tischreihen jedes Ratsmitglied ausreichend Platz zum Nachbarn hatte. Dennoch war bislang kein Termin für den Abschied der ehemaligen Markträte gefunden worden. Für Leveringhaus war es nun eine Herzensangelegenheit, dies noch in diesem Jahr nachzuholen.

So fanden sich im Rahmen der letzten Marktratssitzung des Jahres im hinteren Bereich des Hirschsaal die Ehemaligen ein, um den offiziellen Dank und Anerkennung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit entgegen zu nehmen. Gekommen waren: Johannes Kennerknecht, Manfred Schuster, Reinhard Kiechle, Max Schwarzer, Wolfgang Böhnke und Marlene Heinold, Franz Klaus Denlöffel, Markus Binzer, Helmut Dietrich sowie Sabine Schröpfer. Nur Leonhard Keller war an diesem Termin verhindert. Bürgermeister Leveringhaus dankte allen für die stets gute Zusammenarbeit, wie er sagte.

Analyse und Konzept für den Friedhof

Die Firma Freiraum Schmidt war mit der Erstellung einer Analyse der momentanen Friedhofsentwicklung des Bergfriedhofes beauftragt worden. Seit 1684 wird in Obergünzburg ausschließlich auf dem Nikolausberg bestattet. Seither haben sich die „Nutzungsgewohnheiten“ etwas verändert. Der Friedhof werde mehr und mehr zum Aufenthaltsort, die Urnenbestattung nehme stark an Bedeutung zu. Daraus ergebe sich langfristig für die weniger werdenden Erdgräber – derzeit 900 – mehr freiwerdende Flächen. Aus der Analyse entwickelten die Experten ein Konzept, mit den Zielen, einen Rahmen für die zukünftige Entwicklung vorzugeben und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Daneben solle mit den zunehmend freiwerdenden Stellen auf dem Friedhof mittelfristig auch für Urnenbestattungen ein eigenes Konzept der „Heimat-Wege“ etabliert werden. So soll an den Urnengräbern mit Natursteinelementen an verschiedene Heimatthemen erinnert und Sitzgelegenheiten an den Urnengräbern eingerichtet werden. Dabei bleibe der Weg das verbindende Element zwischen den Grabstätten, lautet der Vorschlag. Als Ort der Ruhe und Besinnung soll eine Trauerhalle errichtet werden, in der auch Lesungen stattfinden können.

Leerstellen gehen in Parklandschaft über

Weiterhin wird es einen klassischen Friedhofsbereich geben, mit Erdgräbern für Neubelegungen sowie Urnengrabstätten. Andere Bereiche würden dem Konzept entsprechend nicht wieder neu belegt und sollen somit in eine Parklandschaft übergehen. Dadurch würden die Leerstellen durch Grabauflösungen einer sinnvollen Verwendung als Aufenthaltsort für Ruhe und Besinnung zugeführt.

Wolfgang Krusche

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