Freiflug für alle

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Die Beteiligen freuen sich auf ein buntes Fest mit zahlreichen Freifliegern.

Kaufbeuren – Auch 2018 will die urbane Crossover-Veranstaltung „freiflug“ wieder Jugendkultur und klassische Kultur auf einzigartige Weise zusammenbringen. Zu diesem Zweck fand kürzlich im Gablonzer Haus die Auftakt-Konzeptionssitzung statt, die einen ersten Vorgeschmack auf Themen, Künstler, Workshops und Kooperationspartner gab.

Barbara Lackermeier als Programmleiterin freute sich, dass im Rahmen der kulturellen Förderung junge Kaufbeurer die Möglichkeit bekommen, künstlerisch aktiv zu werden und mithilfe externer professioneller Künstler in verschiedenen Workshops Inhalte auszuarbeiten, die ihre Stimme sichtbar, hörbar und erfahrbar nach außen projizieren. Die vielfältigen Sparten reichen dabei von Musik und Schauspiel bis hin zu Trendsportarten und Visual Arts.

In der großen Crossover-Show wird es diesmal um die Geschichte von Neugablonz gehen, die anhand von Projektionen und Fassaden-Mapping, performenden Menschen, viel (Live-) Musik und wenigen Worten erzählt wird. Neu macht sich der „freiflug“ 2018 unter freiem Himmel auch die Dunkelheit als Kulisse zunutze, um mit eindrucksvollen Mitteln wie Lichteffekten spielen zu können.

Inszeniert wird die Show von Theaterregisseurin Dorothea Schroeder, die für den diesmaligen „freiflug“ gewonnen werden konnte. Schroeder, die schon Erfahrung in der soziokulturellen Arbeit mit Laien hat, zeigte sich vom „klasse Konzept“ der Veranstaltung angetan. Diese biete Profis und Anfängern eine Plattform, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Sich selbst sieht sie als „Zusammenbringerin“, denn auch wenn man sich noch in der Findungsphase befinde, stehe schon fest: Die Show soll etwas mit der Geschichte und den Menschen des Stadtteils zu tun haben. So suche sie die lebendige Begegnung mit ihnen.

Die Besucher der Show können sich auf eine Neugablonzer Zeitreise in moderner audio-visueller Form begeben und sich von den Impulsen zur Gablonzer Industrie, großer Autos und schöner Kleider, der Ära von Swing und Minirock, Ankunft der Gastarbeiter, Flower-Power und Hippie-Zeit, Street-Art und der bunten Gegenwart tragen lassen.

Für die Visual Arts wird Benjamin Jantzen aka VJ Pixelschubser verantwortlich sein, die musikalische Leitung übernimmt Adrian Sieber als Komponist und Antonia Konstanciak ist als Produktionsleitung tätig.

Künstler, die sich mit ihren Workshops beteiligen, sowie mitwirkende Kooperationspartner sind der preisgekrönte Fotoclub Kaufbeuren mit Robert Mertens, der Jugend-Gospel-Chor TeenSpirit, der russische Chor Roter Sarafan, die Kulturwerkstatt, verschiedene Dirt-Biker, die Band Mauke, für die es wichtig ist, „Stadt- und Heimatkultur weiterzupflegen und gleichzeitig die Jugendlichen durch eine zeitgemäße Verpackung anzusprechen“ und die Metal-Performer der FleXpisToLs, die den freiflug für eine „fantastische Geschichte“ halten und in Verbindung mit Lichteffekten die Funken fliegen lassen wollen. Peter Rossmanith als Experte für Metalltechnik wird dazu mit den Workshop-Teilnehmern schweißen und Instrumente aus Stahl zusammenbauen.

Am 9. Juni 2018 wird das Event auf dem Bürgerplatz in Neugablonz mit einem Anlaufprogramm inklusive Streetfood-Markt und Mitmach-Elementen starten und nach der großen Show bildet erstmalig die After-Show-Party vom Kulturreservat e.V. den krönenden Abschluss.

Für die kostenlosen „frei­flug“-Workshops, die an zwei Wochenenden im April und Mai stattfinden werden, können Interessierte unter www.freiflug-kaufbeuren.de einchecken und sich vormerken lassen. Für noch unentschlossene heißt es indessen: „Stillstand oder Freiflug – Entscheide Dich!“.

von Mahi Kola

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