Bundesstraßen um Marktoberdorf in Teilabschnitten fertiggestellt

Freie Fahrt nach Süden

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Bruno Fischle (Bildmitte), Baudirektor am Staatlichen Bauamt in Kempten, stellte die Fortschritte entlang des B16-Ausbaus nördlich Stötten und der Ortsumfahrung Marktoberdorf vor. Bisher wurden an beiden Stellen rund 5,7 Millionen Euro an Bundesmitteln verbaut.

Ostallgäu – „Wir haben eine letzte Lücke entlang der B16 Marktoberdorf-Füssen endlich geschlossen“, erklärte vergangene Woche Bruno Fischle, Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten bei einem Treffen zur Fertigstellung des B16-Teilabschnittes nördlich von Stötten.

Fast zeitgleich konnten zwei Baustellen an Bundesstraßen und Verkehrsknotenpunkten rund um Marktoberdorf fertiggestellt werden. Das Staatliche Bauamt Kempten nahm dies vergangene Woche zum Anlass, auch über noch anstehende Verkehrsprojekte im Ostallgäu zu informieren. Neben Bürgermeister Werner Himmer waren auch die Abgeordneten Stephan Stracke (CSU) und Paul Wengert (SPD) zur Besichtigung der Straßen gekommen. 

B16 nördlich Stötten 

Auf der B16 zwischen Stötten und Rieder hatte es lange Jahre aufgrund des schlechten Zustands und einer gefährlichen Kurvenführung immer wieder Unfälle gegeben. Im Herbst 2009 war daher mit der Erneuerung des ersten Bauabschnitts von der Ortsumgehung Stötten bis Osterried begonnen worden. Im April diesen Jahres konnte nun der zweite Bauabschnitt mit nagelneuer Fahrbahndecke zwischen Osterried und Ortseingang Rieder für den Verkehr wieder freigegeben werden. Das Gesamtprojekt mit Kosten von insgesamt rund 3,6 Millionen Euro ist nunmehr fertiggestellt. Die Finanzierung erfolgte aus Bundesmitteln. Fischle betonte, dass aufgrund des lehmigen und moorigen Untergrunds sehr viel Behutsamkeit vonnöten gewesen sei und er bedankte sich ausdrücklich bei der beauftragten Baufirma. 

Jetzt fehlten, so der Baudirektor, noch die Ortsumfahrungen von Rieder, Steinbach und Füssen, um die Nord-Süd-Verbindung der B16 perfekt zu machen. Da liege der Ball beim Bund, wo die Vorhaben im Zuge der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans angemeldet seien. Der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke nannte dies eine Herkulesarbeit, da aktuell viele Verkehrsprojekte des Ostallgäus vom Bund geprüft werden müssten. „Bayern hat allein Maßnahmen mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro beim Bund angemeldet“, so der CSU-Bundestagsabgeordnete. 

Ortsumfahrung MOD 

Die Ortsumfahrungen von Marktoberdorf und Bertoldshofen sowie der Anschluss der Bundesstraßen 16 und 472 nördlich des Teilorts liegen bereits als Gesamtprojekt im vordringlichen Bedarf beim Bund. Rund 27 Millionen Euro sind für die 9,1 Kilometer lange Verbindung, die unter anderem zwei Kreisverkehre und einen 600 Meter langen Tunnel bei Selbensberg vorsieht, eingeplant. Die Planung ist allerdings ins Stocken geraten, weil gegen die Ausführung als Nordumgehung vor dem bayerischen Verwaltungsgericht geklagt wird. Vor einem abschließenden Bescheid kann es zunächst nicht weitergehen, so der Bauamtsleiter. Davon unberührt ist nun ein erster 1,9 Kilometer langer Teilabschnitt von Schillenberg bis westlich Bertoldshofen nun fast fertiggestellt worden. Die Kosten dieses Bauprojekts betrugen bisher rund zwei Millionen Euro. Für die letzten Belags- und Markierungsarbeiten wird die bereits ausgebaute Strecke ab dem 28. April noch einmal für zwei Wochen gesperrt. 

Ziel der Baumaßnahmen sei insgesamt eine Entlastung der Ortsdurchfahrten. Bertoldshofen leide zurzeit an einem Durchgangsverkehr von fast 90 Prozent, beschrieb Fischle die Lage. Neben dem Bau der Ortsumfahrungen ist auch eine neue Anschlussstelle an die B12 geplant. Durch das Projekt soll der gesamte überörtliche Verkehr im Raum Marktoberdorf neu geregelt und auch die Ost-West-Verbindung Kempten – Rosenheim gestärkt werden. von Angelika Hirschberg

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