Pläne sollen überarbeitet werden

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Die Wolftrigelstraße soll ausgebaut werden. Die rund 21 Jahre alten Pläne stoßen bei den Anwohnern jedoch auf Kritik.

Kaufbeuren – Die rund 21 Jahre alten Pläne für den Ausbau der Wolftrigelstraße in Kaufbeuren haben in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Im Fokus standen vor allem die Anordnung der geplanten Gehwege sowie die Breiten der Einfahrten zu den Grundstücken, die von den Anwohnern mehrheitlich so abgelehnt werden.

Die ursprünglichen Pläne (aus dem Jahr 1995) sahen vor, auf beiden Seiten entlang der Wolftrigelstraße Gehwege zu errichten, die Einfahrbreiten entsprachen den baurechtlichen Vorgaben (sechs bis sieben Meter). Derzeit können die Gewerbetreiben jedoch ihre Grundstücke über die gesamte Fläche erreichen, eine Einschränkung lehnen die meisten ab. Mit Blick auf die Zufahrtsbreiten hätte die Stadtverwaltung jedoch schon einen Kompromiss mit den Anwohnern gefunden, informierte Tiefbauamtsleiter Uwe Seidel.

Für große Diskussion sorgten jedoch die beiden angedachten Gehwege. Einige Anwohner auf der Südseite würden auf diesen gerne verzichten und den Grund von der Stadt erwerben. CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Thomas Jahn plädierte daher in einem ersten Antrag dem Wunsch der Anwohner zu entsprechen. Hans Häußer (KI) könne den Wunsch der Anlieger zwar verstehen, jedoch müsse auch auf die Sicherheit der Fußgänger geachtet werden. Diese müssten dann bei Bedarf die Straßenseite wechseln. Stadtplaner Manfred Pfefferle wies darüber hinaus auf eine Verbindung für Radler von der südlichen Buronstraße zum Luitgardweg und einem Fußweg gegenüber der Adelindastraße hin, die angebunden werden müssten. In diesem Bereich auf einen Rad- und Fußweg zu verzichten, sei problematisch. Wenig hielt Pfefferle auch von einem Verkauf der frei werdenden Flächen, vielmehr sollte diese dem Gehweg auf der Nordseite zugeschlagen werden. Denn dieser sei mit einer Breite von 1,5 Metern (so hatte man 1995 noch geplant)nicht mehr zeitgemäß.

Stadtrat Jahn glaubt indes nicht, dass der Fußweg so frequentiert wird. Mit Blick auf den Kaufwunsch der Grundstücke, sprach er sich erneut dafür aus, die freiwerdenden Flächen den Anwohnern zuzuschlagen.

Baureferatsleiter Helge Carl plädierte daher dafür, die neuen Anregungen prüfen zu lassen und dem Stadtrat in seiner nächsten Sitzung erneut zur Beratung vorzulegen. Bis dahin soll auch geklärt werden, wie viele Anwohner tatsächlich bereit wären, den Grund zu erwerben.

Letztlich wurden in der Sitzung diverse Anträge abgelehnt. Am Ende entschied sich das Gremium mehrheitlich für die von Pfefferle vorgeschlagene Lösung. Darüber soll dann der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung entscheiden.

von Kai Lorenz

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