Polizei überwacht Einhaltung

Ausgangsbeschränkung wegen Corona-Pandemie gilt auch in der Freinacht

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Streiche zur Freinacht sind dieses Jahr laut Polizei nicht erlaubt.

Region – In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai findet normalerweise die traditionelle „Freinacht“ statt. Doch laut Polizei sind die dazugehörigen Bräuche in diesem Jahr wegen der geltenden Ausgangsbeschränkung aufgrund der Corona-Pandemie nicht erlaubt.

Die Freinacht wird erfahrungsgemäß im Rahmen des Brauchtums dazu genutzt, Scherze und Streiche zu spielen. Allerdings kommt es alljährlich auch zu Straftaten sowie Sicherheits- und Ordnungsstörungen, die laut Polizei „die körperliche Unversehrtheit von Menschen gefährden können bzw. erhebliche Sachschäden nach sich ziehen“.

Im Jahr 2019 wurde die Polizei im Polizeipräsidium (PP) Schwaben Süd/West zu insgesamt 136 Einsätzen mit Bezug zur Freinacht gerufen, hierunter vorrangig Sachbeschädigungen und Ruhestörungen.

Streiche spielen und Freunde treffen in der Freinacht nicht erlaubt

Die Bräuche um die Freinacht sind in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht zulässig. Auch in der Freinacht und am 1. Mai gelten die Ausgangsbeschränkung und die übrigen Regeln der Rechtsverordnung zum Infektionsschutz.

Der Grund für das Verlassen der Wohnung anlässlich der Freinacht sei für viele gerade nicht „Sport und Bewegung an der frischen Luft“, sondern „Unsinn treiben und Streiche spielen“ oder sich mit Freunden beispielsweise zum Biertrinken zu treffen. Gerade dies ist in Zeiten der Pandemie aber nicht geboten, denn Gruppenbildungen sind laut Polizei zu vermeiden.

Traditionelles „Maierln“

Das traditionelle „Maierln“ dagegen ist grundsätzlich nicht verboten. Das Aufstellen eines kleinen Birkenbaums vor dem Haus seiner/s Angebetete/n ist als Bewegung an der frischen Luft zu sehen und daher grundsätzlich zulässig. Allerdings nur alleine, mit einer weiteren haushaltsfremden Person oder Angehörigen des eigenen Hausstandes. Eine Gruppenbildung soll auch hier vermieden werden, auf die Abstandsgebote ist zu achten, mahnt die Polizei.

Sie appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch in der Freinacht an die Regeln im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie zu halten und insbesondere die eigene Wohnung nur mit triftigem Grund zu verlassen und auch nur wenn notwendig und unaufschiebbar. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei die Eltern, auch ihre Kinder dementsprechend aufzuklären. Die Polizeibeamten des PP Schwaben Süd/West überwachen auch in der Freinacht die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung.

kb

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