Zwei Pferde verletzt

"Wir lassen uns nicht unterkriegen"

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Völlig ausgebrannt ist die Reithalle des Pferdehofes in Burk, auf dem Boden schwimmt Löschmittel. Die Brandursache stand bis Redaktionsschluss am Donnerstagmittag noch nicht fest.

Marktoberdorf-Burk – „Wir lassen uns von diesem Ereignis nicht unterkriegen“, sagt der Besitzer der Reithalle in Burk, die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Raub der Flammen wurde. Weil ein Urlaubsgast das Feuer frühzeitig gesehen hatte, konnte ein Übergreifen auf den Stall verhindert und die 28 Pferde rechtzeitig evakuiert werden.

Zwei der Tiere verletzten sich bei ihrer panischen Flucht vor dem Feuer, als sie laut Hallenbesitzer Alfred Gebler versuchten, durch einen Zaun zu dringen. Die Tiere konnten aber eingefangen, beruhigt und verarztet werden. Ansonsten blieben Mensch und Tier unverletzt. Den entstandenen Schaden beziffert die Polizei nach aktuellen Schätzungen auf 250.000 bis 300.000 Euro. Noch in der Nacht wurden die Ermittlungen zur derzeit unbekannten Brandursache durch den Kriminaldauerdienst Memmingen aufgenommen. 

Am Donnerstag kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe hatten Brandexperten der Kemptener Polizei sich in den Überresten der Reithalle ein näheres Bild gemacht. Die konkrete Brandursache habe man dabei nicht klären können, allerdings gebe es keine Hinweise auf Brandstiftung. 

Alfred Gebler indes muss sich nun damit auseinandersetzen, wie die Halle des Pensions-Stalles möglichst schnell wieder aufgebaut werden kann. „Wir sind froh, dass weder Tier noch Mensch ernstlich zu Schaden gekommen sind. Die Pferde, die wir in der Brandnacht evakuiert haben, sind derzeit im Stall eines Bekannten untergekommen, können aber voraussichtlich in ein oder zwei Tagen wieder in unseren Stall zurückkehren“, so Gebler am Donnerstag gegenüber dem Kreisbote

Bis zum Winter wolle man die Reithalle auf dem Gelände wieder aufgebaut haben. Solidarität wird dem geschädigten Reitstallbesitzer indes von Seiten der Öffentlichkeit zuteil. So möchte Manfred Brandt vom Zoogeschäft „Tierisch Gut“ in Marktoberdorf, der selbst ein Pferd in dem Pensions-Stall untergebracht hat, spontan einen Teil seiner Einnahmen aus der diesjährigen Jubiläumstombola spenden. 

„Wer helfen möchte, kann an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsorgansiationen spenden. Die haben hier eine tolle Arbeit gemacht“, so Gebler. Unter anderem waren die Feuerwehren aus Marktoberdorf, Bertoldshofen, Biessenhofen, Kaufbeuren, Stötten am Auerberg, Rieder, Sulzschneid und Thalhofen mit insgesamt etwa 150 Einsatzkräften vor Ort. Außerdem waren laut der Integrierten Rettungsleitstelle Allgäu vier Rettungswagen mit Rettungskräften, Einsatzleiter und Notarzt von den beiden Organisationen BRK und ASB im Einsatz.

von Michaela Frisch


Siehe dazu auch weitere Fotos unter www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/grossbrand-burk-marktoberdorf-5049089.html

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