Über 300 Einsatzkräfte proben rund um den Bärensee für den Ernstfall

Ausnahmezustand am Bärensee: Große Katastrophenschutzübung

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Die DLRG mit ihren Rettungshunden kam den auf die Halbinsel geflüchteten Kindern zur Rettung.
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Die DLRG mit ihren Rettungshunden kam den auf die Halbinsel geflüchteten Kindern zur Rettung.
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Die DLRG mit ihren Rettungshunden kam den auf die Halbinsel geflüchteten Kindern zur Rettung.
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Die DLRG mit ihren Rettungshunden kam den auf die Halbinsel geflüchteten Kindern zur Rettung.
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Kaufbeuren-Hirschzell – Ein Großaufkommen von Einsatzkräften, schwer beschäftigte Blaulichtler, verletzte Personen und filmreife Rettungsaktionen: Dieses Szenario bot sich am vergangenen Samstag rund um den Bärensee den Passanten und Radfahrern, die dort vorbeikamen. Täuschend echt war die große Katastrophenschutzübung, die planmäßig im Fünfjahres-Turnus stattfindet und den Einsatzkräften ermöglicht, Erfahrungen in Ausnahmesituationen zu sammeln und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zu trainieren.

Zusammenwirken in Ausnahmesituationen

Bei den „Verletzten“ handelte es sich dabei lediglich um geschminkte Komparsen. Rund 300 Einsatzkräfte, unter anderem von Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Rettungsdienst, BRK, DLRG, Wasserwacht, THW sowie 60 Komparsen waren an der Übung beteiligt und bekamen es mit so manch außergewöhnlichen Szenarien in der fiktiven Großschadenslage zu tun: Ein durch Blitzschlag verursachter Waldbrand östlich des Bärensees in einem Zeltlager mit Kindern und Jugendlichen, in Panik auf die Halbinsel geflüchtete Kinder, großflächiger Stromausfall im Stadtgebiet, überschwemmte Keller in Kaufbeuren und Neugablonz, Verkehrsunfälle an der Spittelmühlkreuzung, unter dem Traktor eingeklemmte und im Aufzug stecken gebliebene Personen.

Um in solch einer Ausnahmesituation die Lage unter Kontrolle zu bekommen und die Menschen aus der Notlage zu befreien, war gutes Teamwork und eine enge Zusammenarbeit unter den verschiedenen Einsatzkräften gefragt. Die Koordination der Einsatzkräfte übernahmen rund 40 Einsatzleiter in der örtlichen Einsatzstelle in Hirschzell. Die Kommunikation erfolgte über das webbasierte Einsatzprotokollsystem EPSweb. Sollte das Internet einmal ausfallen, kann die Kommunikation über Fax und Funk aufrecht erhalten werden.

Am Ende der Übung konnte durch das „gute Zusammenwirken der Einsatzkräfte“ die Katastrophe gebannt werden; so zog der örtliche Einsatzleiter und ehemalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren Thomas Vogt bei der anschließenden Zusammenkunft im Schneider-Stadel positive Bilanz. Auch wenn es zwei zwischenzeitlich vermisste Vermisstendarsteller und einen tatsächlich verletzten Helfer mit einem Kreislaufzusammenbruch gab, konnten die Blaulichtler mit ihrer Gesamtleistung zufrieden sein und wertvolle Anregungen für künftige Einsätze gewinnen.

Ein Überraschungsgast zu Besuch

Stolz auf die „Blaulichtdienstler“ war auch Ministerpräsident Markus Söder alias Wolfgang Krebs, der als Überraschungsgast kurzerhand in der Einsatzstelle und im Stadl vorbeischaute, um nach dem Rechten zu sehen und Worte des Lobes an die „Helden unseres schönen Bayernlandes“ zu richten. Die ehrenamtlichen Helfer vom Roten Kreuz, der ASB-Rettungshundestaffel und Co. seien täglich unermüdlich, mutig und mit vollem Einsatz unterwegs. Das ganze Jahr über sehen die Einsatzkräfte „Sachen, die im Kopf bleiben“ und gehen dahin, „wo andere abhauen“, zollte Krebs als Söder den Blaulichtlern Anerkennung. Denjenigen, die den Helfern dagegen Beleidigungen an den Kopf werfen oder solchen, die in schlimmen Situationen wie Verkehrsunfällen „feige Videos oder Fotos machen“ wünschte er „zeitlebens Handyverbot“.

von Mahi Kola

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