Fotografien von Heidemarie Kirchner im Sparkassenforum

Wasser – ewiges Element

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Heidemarie Kirchner mit ihrem Lieblingsbild: Ostseewellen vor Rügen.

Kaufbeuren – Mit den Worten „Ich wünsche mir, dass allen Menschen auf der Erde bewusst wird, was uns das Wasser wirklich bedeutet!”, eröffnete Heidemarie Kirchner ihre Foto-Ausstellung „Wasser – das ewige Element unseres Daseins“.

Bewegung und Stille verbinden sich auf den Bildern, die noch bis 20. März im Sparkassenforum zur Einstimmung für das „S-Forum Zukunft – Klima, Wasser, Umwelt” zu besichtigen sind. Denn auch 2015 engagiert sich die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren, die dieses Jahr ihr 190. Jubiläum feiern kann, für Energie- und Umwelt-Themen in der Region. Vom 13. bis 16. April werden sich vier Referenten mit Herausforderungen unserer Zeit – wie dem Klimawandel und Ressourcenknappheit – auseinander setzen. 

Heidemarie Kirchner, 1943 auf der Insel Rügen geboren und aufgewachsen, war schon immer von Wasser in all seinen Erscheinungsformen fasziniert: fest als Eisberge, Eiszapfen, Gletscher oder Schnee, flüssig als Tau oder Regen, als Bach, Fluss, Wasserfall, See oder Meer und gasförmig als Nebel oder Wolken. Alle Aggregatzustände des Wassers haben ihren eigenen Reiz für die „professionelle Hobbyfotografin”, angefangen von seiner „mannigfaltigen Nützlichkeit bis zu seiner unendlichen Schönheit”, so Kirchner. 

Heidemarie Kirchner leitet seit 1983 das Seminarhaus Ettenbeuren. Sie ist verheiratet und Mutter dreier erwachsener Söhne, und sie fotografiert seit ihrem 17. Lebensjahr. Als Fotografin ist sie ebenso erfolgreich wie als Kauffrau: Mit ihren drei Kunstkalendern zwischen 1997 und 1999 für die Firma Voith räumte sie beim Kalender-Award in New York alles ab, was zu gewinnen war und wurde mit einer Gold-, zwei Silber- und zwei Bronze-Medaillen ausgezeichnet. 

„Leider sind die Kalender bei den Kunden nicht ganz so gut angekommen – die Ingenieure wollten darin lieber ihre Zahnräder und Maschinenteile sehen”, erzählt sie, „und daher hat Voith nach drei Jahren die Kunstkalender wieder eingestellt”. Aber dafür hat sie für den Kalender 1999 in Stuttgart den Kodak-Fotokalender-Preis erhalten, worauf sie besonders stolz ist: „Da machen nämlich sonst bloß Profi-Fotografen mit”.

Ihre Bilder entstehen auf zahlreichen Fotoreisen, unter anderem nach Nord- und Süd- amerika, China, Indien, Indonesien, Island, Ägypten und Italien. Nach der Wiedervereinigung beschäftigte sie sich eine Zeit lang intensiv mit Landschaftsfotografie auf Rügen. Präsentiert wurden ihre Bilder bereits auf verschiedenen Fotoausstellungen, unter anderem bei der Landesgarten- schau Sachsen 1996, an der Technischen Universität München, in Gelnhausen und Ruhpolding. 

Für die Ausstellung im Sparkassenforum hat sie aus „Tausenden von Wasserbildern” 22 charakteristische Objekte ausgewählt. Bezeichnend für ihre Wellenbilder ist oft eine gewisse Bewegungsunschärfe, die sie durch „Ziehen” erzielt, wobei ihr die verwischten Bilder des Malers Gerhard Richter, die zum Teil bis hin zur Abstraktion gehen, als Vorbild dienen. Da spüre man Kraft und Dynamik. 

„Superscharfe“ und statische Fotos mag sie dagegen eher nicht. Das heißt jedoch keineswegs, dass sie diese Technik nicht auch beherrscht, wie ihre Makroaufnahmen von Tau- und Regentropfen beweisen. Eine Ausstellung mit so vielen Facetten wie das „nasse Element“ selbst, die nicht nur als Einstimmung auf die Umweltvorträge sehenswert ist. Infos zu den Vorträgen gibt es unter www.sparkasse-kaufbeuren.de, eine Anmeldung ist erbeten und auch online möglich.

von Ingrid Zasche

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