Zeitgemäße Gestaltung

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Die Preisträger mit ihren Ausbildern und Jurymitgliedern am „Siegerobjekt“ einem Kicker: Bettina Singer (v. li.) und Ulrike Ramsauer (Jury), Reinhold Hakala (Ausbilder) und Simon Merz (1. Platz), Karin Schütz (3. Platz), Stefanie Hitzler (2. Platz), und Ralf Demmler (Ausbilder).

Kaufbeuren – Wie in jedem Jahr, führte die Schreiner-Innung unter allen diesjährigen Gesellenstücken wieder einen Wettbewerb unter dem Motto „Gute Form 2015” durch. Dabei stand im Vordergrund, den Stellenwert, den die Gestaltung im Schreinerhandwerk hat, in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

Dabei sollten die ausbildenden Meister und angehenden Gesellen in erster Linie dazu angeregt werden, sich ernsthaft Gedanken zu einer zeitgemäßen Formgebung und Gestaltung des jeweiligen Gesellenstücks zu machen. Es ging nicht um aufwändige und komplizierte Schreinerarbeiten. Vielmehr waren kleine und schlichte, aber pfiffige und originelle Stücke gefordert, die in einer vorgeschriebenen Zeit angefertigt werden mussten. Dabei war die Jury angehalten, bei zwei in etwa gleichwertigen Stücken, der kleineren und einfacheren Arbeit den Preisvorzug zu geben. 

Die Jury, die sich aus fachfremden Mitgliedern zusammensetzte, hatte es bestimmt nicht leicht, bei der Qualität der ausgestellten Arbeiten eine Rangfolge zu ermitteln. Ulrike Ramsauer (Rednermanagement und Malerin), Günther Fischer („Art of Hair”) und Bettina Singer (Architektin bei der Stadt Kaufbeuren) mussten sich nach einem „dreistündigen Ringen” schließlich für drei „Sieger” entscheiden und entschlossen sich dazu, ein Objekt zusätzlich mit einer Belobigung zu honorieren. 

Echter Hingucker 

Platz eins ging an Simon Merz vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Hakala, Oberostendorf. Als einen „echten Hingucker” hatte er mit viel Geschick und den entsprechenden Details an den richtigen Stellen einen Kicker angefertigt. 

Die bestechende, einfache Form war ausschlaggebend für den zweiten Platz. Stefanie Hitzler vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Gleich bekam diesen für ihren Sattelschrank. Karin Schütz vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Demmler, hatte sich für eine Garderobe als „zeitloses Möbelstück” entschieden. 

Eine Belobigung wurde schließlich noch Christoph Dürr vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Jocham für seinen in konischer Form gestalteten Schreibtisch zugesprochen. Alle Ausstellungsstücke – sowohl der Preisträger als auch einige weitere Objekte – können noch bis zum kommenden Freitag, 31. Juli im Foyer vor dem großen Sitzungssaal im Rathaus-Neubau zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden.

von Klaus-Dieter Körber

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