Neues Lieferauto für das Gratislädle

Auto für die Tafel: Hauptsponsoren sind Autohaus Allgäu und Lionsclub Kaufbeuren

Spendenübergabe
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Übergabe des neuen Fahrzeugs an Gertrud Sauter, die Vertreterin der Tafel. Links von ihr Wilfried Kerz (Lionsclub Kaufbeuren), rechts Stadtpfarrer Bernhard Waltner mit Dr. Meinolf Serafin (Präsident Lionsclub Kaufbeuren) und Sebastian Riedl

Kaufbeuren – Kürzlich erhielt Gertrud Sauter, die Vertreterin der Tafel Kaufbeuren, im Autohaus Allgäu ein dringend benötigtes neues Fahrzeug. Die Mitarbeiter der Tafel brauchen es zum Einsammeln der Lebensmittelspenden bei den Kaufbeurer Händlern. Als einer der Hauptsponsoren der deutschen Tafeln hatte Mercedes-Benz einen Mercedes Vito zum halben Listenpreis angeboten. Der Rest musste durch Spenden finanziert werden. Davon hatte der Lionsclub Kaufbeuren etwa ein Viertel übernommen, ein weiterer Anteil ist der Lidl-Kette sowie einer Reihe von Privatspendern zu verdanken.

Die Tafel Kaufbeuren ist als Gratislädle bekannt geworden und besteht mittlerweile 21 Jahre. Jede Woche können etwa 500 Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt werden. Getreu seinem Motto „We serve“ (was so viel bedeutet wie „wir dienen“), war es dem Lionsclub Kaufbeuren eine Herzensangelegenheit, das Gratislädle zu unterstützen. Leider konnte der Büchermarkt – die Haupteinnahmequelle des Lionsclub Kaufbeuren – in den letzten zwölf Monaten nur viermal und dabei mit erheblichen Einschränkungen geöffnet werden. Auch die langen Wochenenden mussten ausfallen. Miete und Nebenkosten laufen jedoch weiter. Außerdem konnten der Benefiz-Maibock im letzten Jahr und mittlerweile auch der diesjährige coronabedingt ebenfalls nicht stattfinden.

Mehrere Spendenaktionen

Trotz dieser widrigen Umstände hat der Lionsclub satzungsgemäß eine Reihe von Spenden getätigt: An die Tafel gingen 10.000 Euro zum neuen Fahrzeug, einen Mercedes Vito der mit einer Kühlung ausgestattet ist.

Auf dem Spendenkonto, das der Lionsclub nach dem Wohnhausbrand in Gutwillen eingerichtet hatte, waren insgesamt 6480 Euro eingelaufen – davon 1000 Euro von Lions. Verteilt auf die 24 Bewohner konnte bis jetzt jeder einzelne 270 Euro erhalten. Und schließlich bekam der TSV Oberbeuren nach der Explosion des Vereinsheims 660 Euro.

Nun hofft der Lionsclub auf baldigen Rückgang der Inzidenz-Zahlen in und um Kaufbeuren, damit der Büchermarkt, wenn auch nur eingeschränkt, wieder öffnen kann und den Lionsclub in die Lage versetzt, auch weiterhin „zu dienen“. Wie dann die Einschränkungen ausfallen und ob eine Bücherannahme möglich ist, wird auf Homepage des Clubs unter www.lions-kaufbeuren.de tagesaktuell bekannt gegeben.

Ingrid Zasche

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