Einigung zwischen Autohaus und Kaufland möglich – Osttangente Bestandteil

Nur ein Einkaufsmarkt

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Wann und wie die Überquerung der Neugablonzer Straße von der Buronstraße zur Moserwiese erfolgen wird, ist derzeit noch offen und wird sicher noch einige Jahre dauern.

Kaufbeuren – Die Pläne für zwei Einkaufszentren mit konkurrierenden Sortimenten an der Augsburger Straße könnten sich bald in Luft auflösen.

Heinz Kreuter als Inhaber des Autohauses Allgäu kann sich nach Gesprächen mit Kaufland vorstellen, sein Gelände an die Handelskette zu verkaufen, da diese schon länger einen Umbau mit einer Vergrößerung am jetzigen Standort planen. Dem Bauausschuss lag nunmehr eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines SB-Warenhauses mit insgesamt 4.000 Quadratmetern Verkaufsfläche auf dem Gelände des Autohauses vor, dem der Ausschuss unter der Voraussetzung zustimmte, dass das bestehende Handelshaus zurückgebaut wird. Die beiden Areale würden dann durch die geplante Osttangente geteilt.

Wie Manfred Pfefferle als Abteilungsleiter Stadtplanung und Bauordnung berichtete, wären beide ursprünglich geplanten Nutzungen „problematisch“ (wir berichteten). Nach Gesprächen mit allen Beteiligten habe sich die jetzige Lösung abgezeichnet, die nach seinen Worten „geeignet und vertretbar“ sei. Er wies darauf hin, dass erst nach Zustimmung zur jetzigen Voranfrage weitere Planungen des Investors erfolgen könnten. So auch im Hinblick auf die Fragen von Gerhard Limmer und Ernst Schönhaar (beide CSU) bezüglich der Parkplätze auf der dann frei werdenden Fläche und möglicher Konsequenzen für den Investor beim Bau der Osttangente, welche dann das Grundstück quasi teilt. Ulrike Seifert (BN90/Die Grünen) wünschte sich eine ganzheitliche Entwicklung des Grundstücks. Dagegen hielt Ralf Baur (SPD) die angestrebte Lösung für „nachvollziehbar und akzeptabel“ und plädierte für eine Zustimmung, damit sich alle Eigentümer darauf einstellen könnten. Der Ausschuss votierte geschlossen für die Zustimmung.

Bau der Osttangente

Das Bestreben der Stadt für den Bau der Osttangente verstärkt sich. Im Zusammenhang mit der geschilderten Bauvoranfrage wurde deutlich, dass auch die Stadt ein Mitspracherecht hinsichtlich der Osttangente hat. „Planungs- und Baurecht bestehen bereits, es geht noch um die Sicherung der Grundstücke beider Eigentümer,“ so Pfefferle gegenüber dem Kreisbote. Eine andere Nutzung sei auch gar nicht möglich. Zurzeit würden noch verschiedene Varianten insbesondere hinsichtlich der „nicht ganz einfachen Anschlüsse“ im Bereich Neugablonzer und Augsburger Straße erarbeitet. Für Letztere gebe es noch zusätzlichen Abstimmungsbedarf mit der Bahn, da die Bahnunterführung ebenfalls erneuert und bezüglich Breite sowie Fuß- und Radwegführung angepasst werden müsse. Zu 95 Prozent seien jedoch die Planungsüberlegungen für diesen Bereich gesichert.

Noch nicht endgültig geklärt ist die Situation an der Moser-Wiese wegen nach wie vor ungeklärter Eigentumsverhältnisse und fehlendem Bebauungsplan für die zweispurige Trasse. Offen ist auch noch, in welcher Höhe letztendlich die bisher in Aussicht stehenden Förderungsmittel aus Konversionsmitteln von etwa 80 Prozent fließen. „Wir möchten spätestens bis Februar nächsten Jahres dem Stadtrat die gesammelten Erkenntnisse zur Osttangente von der Hirschzeller bis zur Neugablonzer Straße vorstellen“, so der Stadtplaner. Dort seien dann auch die aktuellen Ergänzungen eingearbeitet.

Von Wolfgang Becker

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