B12 bei Jengen: Uneingeschränkte Freigabe mit den Auf- und Abfahrten für 2. September, 10 Uhr geplant

Bald gehts drunter und drüber

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Blick vom Kreisverkehr in Jengen auf das neue Brückenbauwerk. In wenigen Tagen fließt der Verkehr nicht nur über die B12, sondern auch darunter über die Staatsstraße 2035 zwischen dem Kreisverkehr Jengen und Buchloe. Die Behelfsumfahrung wird zurückgebaut.

Jengen – Es sind nur noch wenige Tage. Dann sollen der Verkehr auf der Bundesstraße B12 ungehindert über die neue dreispurige Brücke an der Anschlussstelle Jengen fließen und darunter der Ortsverkehr zwischen Buchloe und Jengen.

Bald fließt der Verkehr wieder ungehindert auf der B12 bei Jengen. Die Autofahrer wird es freuen. Noch größer ist aber die Freude der örtlichen Firmen im angrenzenden Gewerbegebiet und vor allem der Tankstelle an der Ausfahrt Jengen, die fast ein halbes Jahr vom Fernverkehr mehr oder weniger abgekoppelt war. Da es aus betrieblichen Gründen keine offizielle Einweihung mit Blasmusik, Schere und Band geben soll, hatte das Staatliche Bauamt Kempten zu einem alternativen Informationstermin vor wenigen Tagen nicht nur die örtliche Presse, sondern auch Vertreter der Lokalpolitik eingeladen. 

Das Staatliche Bauamt in Kempten hat für alle Eventualitäten einen Plan in der Schublade – insbesondere wenn es um den vieldiskutierten vierspurigen Ausbau der B12 geht. Dessen Umsetzung hatte in der Vergangenheit unter anderem Ministerpräsident Horst Seehofer praktisch zugesagt. Aber: Wenn dieses Versprechen des vierspurigen Ausbaus auf dem Teilstück zwischen Buchloe und Kempten Wirklichkeit werden sollte, wäre die neue Jengener Brücke mit ihren drei Spuren zu schmal. Baudirektor Bruno Fischle nahm im Rahmen des Ortstermins jedoch die Antwort vorweg, bevor die Frage überhaupt gestellt wurde: „Alles mit eingeplant“, beruhigt Fischle. Eine zweite gleich große Brücke werde dann einfach direkt daneben gesetzt. „Es muss nichts mehr groß umgebaut werden“, sagte der leitende Baudirektor aus Kempten. Der aktuelle Terminplan sieht vor, dass bereits heute Abend (28. August) der Verkehr von der Behelfsumfahrung in noch eingeschränkter Form über die neue Brücke geführt wird. Im Zuge des Rückbaus der Behelfsumfahrung soll dann bereits in zwei Tagen die Staatsstraße 2035 zwischen dem Kreisverkehr Jengen und Buchloe wieder unter Verkehr gehen. Die uneingeschränkte Freigabe auf der B 12 mit den Auf- und Abfahrten soll dann am 2. September um 10 Uhr erfolgen. Das Bauamt weist allerdings darauf hin, dass es während der momentanen Schlussarbeiten noch zu kurzfristigen Sperrungen von Auf- und Abfahrten zur B 12 kommen wird, da die Höhenanpassungen der sogenannten „Anschlussstellenäste“ noch gemacht werden müssen. 

Kostenplan eingehalten 

Die Baukosten des Projekts liegen bei 1,25 Millionen Euro. Baudirektor Fischle konnte mit Stolz darauf verweisen, dass sein Amt und die bauausführende Firma Josef Hebel aus Memmingen nicht nur den Zeitplan eingehalten hätten, sondern auch im vorgegebenen Kostenrahmen geblieben seien. Notwendig sei die Maßnahme deshalb geworden, weil für den auffahrenden Verkehr in Richtung Norden kein Beschleunigungs- streifen zur Verfügung stand und somit auf lange Sicht ein Unfallschwerpunkt entstanden war. Dies konnte auch Bernhard Löcherer von der Polizeiinspektion Buchloe bestätigen. Es habe auch in jüngster Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle gegeben. 

Wichtige Route 

Die B 12 gehört zu den wichtigsten Straßen im Allgäu. Zwischen den Autobahnen A96 und A7 erschließt sie das Ostallgäu mit den Städten Kaufbeuren und Marktoberdorf. Rund 18.000 Fahrzeuge nutzen diese Verkehrsader täglich, das sei mehr als manche andere Bundesstraße aufweisen kann, sagte Christoph Eichler, beim Staatlichen Bauamt für die Brücken zuständig. Man habe sich für den Neubau an der Anschlussstelle Jengen als die kostengünstigste Lösung entschieden. Die alte Brücke aus dem Jahr 1962 habe aus konstruktiven Gründen nicht entsprechend erweitert werden können. Auch die Umfahrung sei die wirtschaftlichste Lösung gewesen, sagte Eichler. 

„Der vierspurige Ausbau kommt“, versprach beim Ortstermin auch die CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer. Wann, das blieb allerdings noch offen. Zunächst waren aber alle Teilnehmer des Informationsgesprächs mit dem jetzigen Ausbau hochzufrieden. Schorers Landtagskollege von der SPD, Dr. Paul Wengert, befand, „man habe mit der neuen Brücke mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. Zufriedene Mienen gab es auch bei den 2. Bürgermeistern von Buchloe und Jengen, Manfred Beck und Hermann Mayr, über die Wiederaufnahme des Verkehrs auf der Staatsstraße St2035 zwischen diesen beiden Orten. von cs

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