Begrenzter Zutritt

Badespaß mit Einschränkungen in den Kaufbeurer Freibädern

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Endlich ist es soweit, die Kaufbeurer Freibäder starten in die Sommersaison. Das Erlebnisbad Neugablonz hat seit Montag wieder geöffnet, das Kaufbeurer Freibad bietet ab 15. Juni wieder jede Menge Badespaß.

Kaufbeuren – Die Wetteraussichten für einen Start in die Badesaison sind derzeit nicht verheißungsvoll. Regen und kühle Temperaturen werden in den kommenden Tagen erst einmal den Badespaß etwas trüben. Seit dem heutigen Montag ist zumindest das Erlebnisbad in Neugablonz wieder offen, das Freibad in Kaufbeuren ist diese Woche noch geschlossen. Gäste müssen sich aber den strengen Coronaregeln in den Bädern unterziehen.

In diesem Jahr ist Vieles anders, so auch der Besuch beider Freibäder. Denn wer in Zeiten von Corona hofft, dass wohl alles reibungslos verläuft, wird eines Besseren belehrt. Zwar wünscht das Team der Kaufbeurer Bäder auf ihrer neugestalteten Homepage den Badegästen „ein möglichst ungetrübtes Badevergnügen“, doch die neuen Verhaltensregeln werden sicherlich nicht jedem schmecken. Corona hin – Corona her, wer baden möchte, hat sich an gewisse Spielregeln zu halten. Primär gilt: Wer sich krank fühlt, krank ist oder Kontakt zu an Covid-19 Erkrankten hatte, darf das Bad nicht betreten. So dürfen Kinder unter 14 Jahren überhaupt nicht mehr allein das Bad betreten. Stets muss ein Erziehungsberechtigter dabei sein, damit die Betreuung gewährleistet ist. 

Schon vor dem Start in die neue Badesaison haben uns einige Anfragen in der Redaktion erreicht. So schrieb eine Nutzerin über Facebook, ob es denn einen Onlineverkauf der Eintrittskarten gibt. Dem ist nicht so. Aufgrund von technischen Gründen könne der Besucher keine Eintrittskarten auf diesem Wege reservieren. Stattdessen gibt es auf der Homepage www.baeder.kaubeuren.de einen sogenannten Counter, also Zähler. Hier wird aktuell die Anzahl aller Gäste, die sich momentan in beiden Bädern befinden, erfasst. Während in Kaufbeuren nur 530 Personen Zugang erhalten, darf in Neugablonz die magische Zahl von 1000 nicht überschritten werden. Ein spontaner Besuch in beiden Freibäder kann also durchaus mit Wartezeiten verbunden sein. Auch mit einem Einlass-Stopp muss an heißen Sommertagen stets gerechnet werden. Von daher empfiehlt es sich, vorab auf die Homepage zu schauen, ob sich überhaupt die Fahrt lohnt. Beide Bäder erteilen auch telefonisch Auskunft über den Stand der Besucher.

Angabe der Kontaktdaten

Vor dem Badespaß verlangt die Stadt Kaufbeuren Kontaktdaten von ihren Gästen. Dies ist erforderlich, um eine mögliche Infektionskette nachzuvollziehen. Die Datensätze müssen auf Anforderung an das Gesundheitsamt weitergeleitet werden. Wer sich etwas Zeit ersparen möchte, kann bereits zu Hause seine Daten auf einem extra vorgefertigten Online-Vordruck eintragen, diesen ausdrucken und direkt an der Kasse abgeben. Somit werden Wartezeiten vermieden. An beiden Freibädern wird der Kassenbereich durchgängig besetzt sein.

Grundlegend gilt für alle Badegäste die Einhaltung der Mindestabstandsregel von 1,5 Metern. Personen des eigenen Hausstands sind davon ausgenommen. Auch beim Ein- und Ausgang des Bades sowie beim Betreten der Becken sowie vor dem Kioskbereich muss darauf geachtet werden. Gekennzeichnete Laufwege müssen eingehalten, Hände desinfiziert werden. Besucher sollten ihre Mund-Nasen-Bedeckung nicht vergessen. Denn überall, wo sich mehrere Personen gleichzeitig aufhalten können, wie vor dem Bad, am Kiosk sowie im Toilettenbereich, ist die Maske zu tragen.

Einschränkungen wird es auch beim Badespaß geben: So dürfen das Wellnessbecken und die von den Kindern so geliebten Rutschen nicht benutzt werden. Allerdings kann der Sprungturm betreten werden, aber nur einzeln. Der Absprung vom Fünfer ist nicht gestattet. Wenigstens dürfen das Fußballfeld in Neugablonz und die Beachvolleyballfelder in beiden Bädern wieder in Gruppen von bis zu 20 Personen genutzt werden, allerdings muss der Spaß kontaktfrei erfolgen. Auch der Spielplatz in Neugablonz ist offen. Die Duschen und Umkleidekabinen in geschlossenen Räumen sind für Besucher beider Bäder untersagt.

Hallenbad bleibt geschlossen

Das Hallenbad am Berliner Platz darf nicht öffnen. Es wird also 2020 keinen Wechselbetrieb wie die Jahre zuvor geben. Bedingt durch den Shutdown und die dadurch bedingte Schließung des Bades am 13. März dieses Jahres wird die derzeitige Phase für aufwendige Sanierungsarbeiten genutzt, wie Elmar Gailhofer, stellvertretender Betriebsleiter, dem Kreisbote sagte. Die Maßnahme dauert bis September. Während das Neugablonzer Erlebnisbad am Montag seine Pforten für die Besucher öffnete, zieht der Jordan-Badepark erst eine Woche später nach. „Das kommt uns etwas zugute. Wir können noch sämtliche Hinweisschilder platzieren, Tafeln aufhängen und die Abstandsmarkierungen aufzeigen“, so Gailhofer.

In Neugablonz ist man startklar: „Wir freuen uns bereits auf die Gäste“, sagt Betriebsleiter Thorsten Schaper. Das Prozedere werde ähnlich wie im Jordan-Badepark verlaufen. „Da gibt es keine großen Unterschiede.“ Schaper und sein Team werden in dieser Zeit etwas genauer hinschauen müssen. „Wenn sich der eine oder andere nicht an die Abstandsregeln hält, werden wir hier einen freundlichen Hinweis geben.“ Sowohl Gailhofer als auch Schaper sind sich bewusst, dass gewisse Regeln nachreguliert oder sogar gelockert werden können.

von Stefan Günter

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