Bahn und Stadt würdigen den verstorbenen Bahnhofsarchitekten

Mit Herzblut gebaut

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Mit einer Plakette im Buchloer Bahnhof erinnert die Deutsche Bahn AG an ihren Chefarchitekten Marc Ulrich, der die Einweihung vor zwei Jahren nicht mehr erleben durfte. Marc Ulrich hat das Bahnhofsgebäude entworfen. In einer kleiner Feierstunde im Beisein der Witwe Susanne Sohst und Sohn Gustav würdigten Günther Pichler, Regionalbereichsleiter.

Buchloe – Fast auf den Tag ist es zwei Jahre her, dass Buchloes neuer Bahnhof feierlich eingeweiht wurde. Marc Ulrich konnte damals nicht mehr teilnehmen.

Er war der Chefarchitekt der Deutsche Bahn AG, der die Pläne gezeichnet und dem für Buchloe so prägende Gebäude sein heutiges Aussehen gegeben hat. Kurz vor der Einweihung starb Marc Ulrich im Alter von nur 51 Jahren. Bahn-Architekt Heiner Hühnerbein, der vor zwei Jahren die traurige Nachricht überbringen musste, versprach damals, die Bahn werde eine Gedenktafel für Marc Ulrich anbringen. Vergangene Woche war es soweit.

Alle der am Projekt beteiligten leitenden Bahnmitarbeiter und die politische Spitze der Stadt trafen sich wieder am Bahnhof, um den Architekten des Bauwerkes mit einer kleinen Plakette zu würdigen. Mit dabei auch Marc Ulrichs Witwe Susanne Sohst aus Berlin mit dem siebenjährigen Sohn Gustav. Man merkte ihr an, dass es für sie kein leichter Augenblick war, wurde sie doch in diesen Minuten dauernd an ihren verstorbenen Mann erinnert. Tröstende Worte fanden Buchloes Bürgermeister Josef Schweinberger und der Regionalbereichsleiter der Bahn, Günther Pichler.

Marc Ulrich habe diesen Bahnhof mit Herzblut gebaut, sagte Pichler, der damals die Pläne innerhalb des Bahnkonzerns durchgesetzt hatte. „Es freut mich besonders, dass Sie heute sehen können, was ihr Mann hinterlassen hat“, sagte Pichler an Susanne Sohst gerichtet. Der Bahnhof selbst sei ein Denkmal für Marc Ulrich geworden.

Bürgermeister Josef Schweinberger, der mit seinen beiden Stellvertretern Manfred Beck und Herbert Barthelmes an der Veranstaltung teilnahm, sagte, Marc Ulrich habe mit seiner Idee und Vision von dem Bahnhofsgebäude den Geschmack der Allgäuer und Buchloer Menschen getroffen. „Es war ein angenehmes Arbeiten mit Marc Ulrich“, lobte Schweinberger. Der Rathauschef erinnerte an die unzähligen Sitzungen von Ausschüssen und Stadtrat, an Mini- und Maxilösungen. Marc Ulrichs Ideen hätten überzeugt. Er habe die Menschen mit seiner Vision des neuen Buchloer Bahnhofes mitgenommen.

Die Buchloer Bahnhofsnutzer und die vielen Pendler haben der Bahn die Benutzerfreundlichkeit inzwischen bestätigt. Günther Pichler sagte in einem Gespräch mit unserer Zeitung, man habe über ein neutrales Meinungsumfrageinstitut eine Bewertung der Kundenzufriedenheit ermittelt. Mit einem Index von 81 Punkten läge Buchloes Bahnhof weit über dem Durchschnitt. „Man kann das mit „sehr gut“ übersetzen“, sagte Pichler.

Nichts ist so gut, als dass es nicht noch besser werden könnte. Pichler kündigte eine Erneuerung von drei älteren Aufzügen an, die inzwischen doch störanfällig geworden seien. Die Arbeiten sollen im Zeitraum November 2017 bis Februar 2018 durchgeführt werden.

Von Siegfried Spörer

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