Parkplätze, Taxistand, Fahrradständer: Bahnhofsplanung in Buchloe geht in die nächste Runde

Buchloes Stadtrat stellt die Weichen

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Buchloes Stadtrat hat die Planungen für Kurzzeitparkplätze, Taxenplätze und Fahrradständer beschlossen. 18 neue asphaltierte Kurzzeitparkplätze sollen auf der Fläche entstehen, die heute bereits als Parkfläche genutzt wird.

Buchloe – Es war eine schwere Geburt. Buchloes Stadtrat beschäftigte sich kürzlich eineinhalb Stunden lang mit der Frage, wie die Planung am Bahnhof weitergeht. Da gab es natürlich viel Diskussionsbedarf. Auf der Tagesordnung stand die Frage, wohin die Kurzzeitparkplätze, der Taxistand und die Fahrradständer auf der Nordseite des Bahnhofs kommen sollen.

Wendelin Burkhardt vom Architektenbüro Stadtmüller.Burkhardt.Graf erläuterte den Stadträten seine Planungen. Das Kaufbeurer Architektenbüro hatte 2011 den 1. Preis in einem Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Bahnhofsumfeldes gewonnen.

Der neue Kurzzeitparkplatz mit insgesamt 18 asphaltierten Plätzen soll auf dem Platz neben dem neuen Bahnhofsgebäude entstehen, wo heute schon nichtasphaltierte Kurzzeitplätze sind. Dazu sind drei Taxiplätze und zwei Behindertenparkplätze in unmittelbarer Gebäudenähe vorgesehen. Bäume sollen den Parkplatz auflockern.

Direkt hinter dem Autoparkplatz soll eine der beiden Fahrrad­abstellanlagen entstehen. Diese kleinere Abstellfläche grenzt unmittelbar an Gleis eins und wird dann 65 Zweirädern Platz bieten. Die andere Abstellanlage ist hinter dem VHS-Gebäude mit 205 Plätzen, darunter zehn verschließbare Boxen, geplant. Insgesamt finden somit 270 Fahrräder Platz auf der südlichen Bahnhofsseite. Die Fahrradständer sind überdacht. Als Abgrenzung sowohl zum Gleis eins als auch zum Parkplatz hatte Wendelin Burkhardt 1,20 Meter hohe Gabionenwände (Steinkörbe) vorgesehen. Für ihn stellen die Wände mit ihren Schottersteinen eine symbolische Verbindung zum Gleisbett her.

Die Gabionenwände stießen dann allerdings in der Diskussion nicht mehr auf ungeteilte Zustimmung, obwohl sie im Architektenwettbewerb eine Vorgabe waren. Franz Lang (FWV) wünschte sich eine schöne Holzverkleidung, Irmgard Ablasser (CSU) war der Meinung, die durchgehende geplante Gabionenwand zum Parkplatz hin sollte auf jeden Fall unterbrochen werden. Gabionenwände empfindet Herbert Barthelmes (CSU) grundsätzlich als „gräuslich“ und plädierte für einen durchsichtigen Glasstahlrahmen. Schon der Sicherheit willen sollte man einen Einblick auf die abgestellten Fahrräder haben. Auch eine Lochblechwand stand zur Diskussion.

Architekt Burkhardt darf nach der Abstimmung noch einmal neu planen. Die Stadtratsmehrheit sprach sich für eine durchgehende Lochblechwand aus. Die ist auch billiger, versicherte Burkhardt.

Großen Wert legte Herbert Barthelmes darauf, dass der schmale Durchgang zwischen dem zukünftigen Kurzzeitparkplatz und dem Gleis eins erhalten bleibt.

Bürgermeister Josef Schweinberger betonte, er halte die Zahl der Fahrradständer für ausreichend. Rudolf Grieb gab zu bedenken, man könnte überlegen, gleich zweigeschossiges Fahrradständer anzuschaffen. Das würde die Kapazitäten verdoppeln.

Für Parkplatz und Fahrradständer hat Kämmerer Dieter Streit 1,3 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Allerdings gibt es auch eine Förderung in der Größenordnung von 85.000 Euro für die Fahrradständer durch das Land Bayern. Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, die Zuwendung zu beantragen und Kostenvoranschläge anzufordern.

Noch keine Entscheidung ist über den endgültigen Standort des zukünftigen Busbahnhofes gefallen. Im Jahr 2018 soll aber auf jeden Fall mit dem Ausbau des Bahnhofsvorplatzes begonnen werden. Die dortige Park- und Taxiplätze entfallen, denn der Platz soll auf Wunsch des Stadtrates autofrei sein. Eine Voraussetzung war die Fertigstellung des ehemaligen Postgebäudes. Dort sind VHS und die Stadtbücherei untergebracht. Die Stadtbücherei ist gerade beim Umzug. Ab 6. November können wieder Bücher entliehen werden.

von Siegfried Spörer

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