Bauausschuss: Erweiterungen und Neubau sind auf dem Weg

Investition in Kita und Schule

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Investition für Kinder: Auf dem Keller des bestehenden Kindergartens entsteht ein Neubau mit erweitertem Angebot.

Kaufbeuren – Auf Basis von Machbarkeitsstudien war bereits im vergangenen Jahr festgestellt worden, dass die Konradin-Grundschule erweitert werden und der Kindergarten am Leinauer Hang einen Ersatzneubau bekommen soll.

Nun hat der Bauausschuss seine Empfehlungen für diese Vorhaben gegeben, die vom Stadtrat in seiner nächsten Sitzung noch beschlossen werden müssen. Beide Maßnahmen haben einen Gesamtumfang von zusammen rund 9,5 Millionen Euro.

Das Projekt an der Konradin-Schule wird in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst erfolgen die Erweiterung und die dringend notwendigen Bestandssanierungen. Die Erweiterung dient der Realisierung zusätzlicher Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung inklusive einer Küche. Der Speiseraum ist für die gleichzeitige Nutzung von bis zu 100 Schülern ausgelegt, ist aber durch sich gegebenenfalls veränderte Nutzerzahlen flexibel anpassbar. Auch der Sanitärtrakt wird im Bestand umgebaut und erweitert. Für die Ganztagesbetreuung werden künftig drei Räume im Erdgeschoss, angegliedert an die Aula, sowie der offene zweigeschossige Freibereich zur Verfügung stehen. Alle Sanierungen und Neubauten erfüllen die Anforderungen aus der Energiesparverordnung (EnEV) und aus dem Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) und können dadurch voraussichtlich Förderungen aus verschiedenen Töpfen erhalten. Die Kosten für diese Maßnahmen haben sich von einst 3,17 Millionen auf nunmehr 3,3 Millionen Euro geringfügig erhöht.

Generalsanierung

Aufgrund der hohen Sanierungskosten war eine nachgelagerte förderfähige Generalsanierung geprüft worden, die nunmehr in drei Bauabschnitten erfolgen könnte. Dabei wird nicht nur die 0 Gebäudehülle des Hauses aus dem Jahre 1967 saniert und energetisch ertüchtigt, sondern auch der Innenbereich in sämtlichen Klassenräumen schallverbessert werden. Die Elektroverteilung mit der EDV wird komplett neu verlegt und der bestehende Heizungskessel ausgetauscht. Hierfür sind nach einer groben Kostenermittlung weitere drei Millionen Euro aufzuwenden. Die Generalsanierung würde sich, bei Anerkennung der Förderfähigkeit durch die Regierung von Schwaben, an die Fertigstellung der Erweiterung ab 2020 anschließen.

Neubau für Kindergarten

Der Kindergarten am Leinauer Hang soll gemäß der Empfehlung des Bauausschusses einen Ersatzneubau bekommen. Der festgestellte Bedarf sieht künftig drei Kindergartengruppen mit 80 Kindern, eine Hortgruppe mit 20 Kindern und darüber hinaus eine Krippengruppe mit 15 Kindern vor. Der Neubau wird somit 115 Kinder beherbergen. Während im Erdgeschoss neben dem Leiterinnenbüro, Elternwartebereich und Bistro mit Küche zwei Kindergartengruppen und die Räume für die Krippe vorgesehen sind, befinden sich im Obergeschoss die dritte Kindergartengruppe mit Intensivraum, Mehrzweckraum und Kinderhort mit eigenem Bistrobereich. Die Barrierefreiheit wird durch den Einbau eines Aufzuges vom Keller bis zum Obergeschoss gewährleistet. Der Keller bleibt in seiner bisherigen Form als Fundament für den Neubau erhalten. Der Kindergarten soll weiterhin als Ferienkindergarten genutzt werden. Darüber hinaus werden zusätzliche Flächen zur Sprachförderung und Inklusion sowie zur Ganztagesbetreuung und Elternarbeit benötigt.

Ersatzunterbringung

Die Ersatzunterbringung während der Bauphase von August 2018 bis etwa Juli 2020 ist im ehemaligen Postgebäude in der Heinzelmannstraße vorgesehen. Die dortigen Räumlichkeiten sind aufgrund der derzeitigen Nutzung durch den Kindergarten St. Josef bereits für eine solche Nutzung adaptiert. Ein Bustransfer soll für die Dauer der Bauzeit eingerichtet werden. Die Kostenschätzung beläuft sich inklusive der Kosten für Um- und Rückzug, Miete und Shuttle-Verkehr auf insgesamt 3,2 Millionen Euro.

Von Wolfgang becker

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